So funktioniert Mobilfunk - die Technik hinter 5 G

Handystrahlung möglichst minimieren

Auf der Website informationszentrum-mobilfunk.de finden wir wesentliche Hintergrundinformationen und Fakten zur Technik hinter dem Mobilfunk. Dazu finden Sie aus mehreren Quellen zusammengetrage weitere Texte und Links zu dem kontrovers diskutierten Thema der Handystrahlung und weiteren Themen.  Je tiefer man in die Materie eindringt, auf um so mehr gegensätzliche Meinungen stößt man – auch auf ganz extreme. Hier muss jeder für sich selbst ein Urteil fällen, da es die eine und reine Wahrheit wohl nicht gibt. Dieter Hurcks (29.7.2020)

Wie sind Funkzellen und Mobilfunknetze beschaffen?

Mobilfunknetze sind die Grundlage der mobilen Kommunikation. Sie bilden gewissermaßen die Basisinfrastruktur, die das Telefonieren mit dem Handy ermöglicht. Die Mobilfunkbetreiber haben die Netze inzwischen so gut ausgebaut, dass Bürger die Mobilfunktechnik nahezu überall in Deutschland nutzen können. Heute sind eine hohe Qualität der Sprach- und Datenübermittlung sowie erweiterte Übertragungskapazitäten zum Standard geworden.

Die deutschen Mobilfunknetze nutzen sowohl die Frequenzbereiche der älteren Standards GSM und UMTS als auch diejenigen des innovativen LTE-Standards. Der LTE-Standard wurde entwickelt, um die Datenübertragungsrate und -qualität weiter zu erhöhen. Denn mit der Einführung des Smartphones sind Datenanwendungen und die Übertragung größerer Datenvolumina selbstverständlich geworden.

Jedes Mobilfunknetz ist geografisch in viele aneinandergrenzende Gebiete unterteilt, die sogenannten Funkzellen. Man spricht daher auch vom zellularen Aufbau der Netze. Die Aufteilung in Funkzellen von begrenzter Größe ermöglicht es, die beschränkte Anzahl verfügbarer Funkkanäle optimal zu nutzen. Denn die Menge an verfügbaren Funkfrequenzen ist beim Mobilfunk durch die staatliche Lizenzvergabe stark begrenzt. In einem Mobilfunknetz werden daher dieselben Frequenzen bzw. Codes in ausreichendem räumlichem Abstand wiederverwendet.

Anforderungen an die Struktur von Mobilfunknetzen

In der Praxis leitet sich die Zellstruktur aus den zahlreichen Einzelanforderungen ab, die an ein modernes Mobilfunknetz gestellt werden. Dies sind zum Beispiel eine ausreichende Übertragungskapazität, eine hohe Qualität der Sprach- und Datenübertragung bei geringen Fehlerraten und eine flächendeckende Nutzbarkeit, die auch die Versorgung innerhalb von Gebäuden umfasst.

Jede Mobilfunkzelle kann nur eine begrenzte Anzahl an Nutzern versorgen. Der kontinuierlich steigende Bedarf an Übertragungskapazitäten hat dazu geführt, dass die Betreiber die Zahl der Mobilfunksender und damit auch der Funkzellen erhöht haben. Dadurch ist es möglich, die im Netz zur Verfügung stehenden Frequenzen bzw. Codes häufiger wiederzuverwenden. Funkzellen, in denen die gleichen Frequenzen bzw. Codes zum Einsatz kommen, müssen allerdings ausreichend weit voneinander entfernt sein, damit es nicht zu gegenseitigen Störungen, sogenannten Interferenzen, kommt.

Angepasst an die örtliche Nachfrage werden innerhalb eines Mobilfunknetzes große und kleine Zellen zusammengefügt. Auf diese Weise können Hochlastgebiete wie Innenstadtbereiche, Flughäfen oder Bahnhöfe gezielter und effizienter versorgt werden. Beim Zuschnitt der Zellen ist zudem zu beachten, dass die Auslastung über den Tag, die Woche oder das Jahr gesehen zum Teil sehr stark schwankt.

Kleinere Funkzellen können darüber hinaus auch die Übertragungsqualität verbessern. Wenn die Zellen geografisch eng begrenzt sind, wird die Möglichkeit verringert, dass es zu Abschwächungen des Funksignals kommt.

https://www.informationszentrum-mobilfunk.de/technik/funktionsweise/funkzellen-netze

Bei Wikipedia lesen wir: "Viele Mobilfunksysteme sind so konfiguriert, dass weit entfernte Mobiltelefone an der Verwendung der Funkzelle gehindert werden. Diese Mobiltelefone sollen näher gelegene Funkzellen verwenden. Damit werden durch Überreichweite ausgelöste Handovers verhindert. Die Erkennung von weit entfernten Mobiltelefone läuft über die Timing Advance. Generell wird aber die maximale Reichweite einer Funkzelle durch die Erdkrümmung begrenzt. Mit der Formel zur Geodätischen Sichtweite lässt sich die durch die Erdkrümmung begrenzte maximale Reichweite einer Funkzelle berechnen." Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Funkzelle

 

Handystrahlung möglichst minimieren

Für Reisende (und Daheimgebliebene) gibt das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Empfehlungen für den Umgang mit Handy und Smartphone:

Die elektromagnetischen Felder, die beim Telefonieren mit Handys in Körpernähe auftreten, sind im Allgemeinen sehr viel stärker als die Felder, denen man beispielsweise durch benachbarte Mobilfunkbasisstationen ausgesetzt ist.

Die Empfehlungen des BfS beziehen sich deswegen auf die Benutzung von Handys, Smartphones und Tablets.

·      Wer die Wahl zwischen Festnetz und Handy hat, sollte sich für das Festnetztelefon entscheiden.

·      Telefonate mit dem Handy oder Smartphone sollten möglichst kurz sein.

·      Durch das Verwenden eines Headsets können schädliche Strahlungen reduziert werden.

·      Auf Telefonieren bei schlechtem Empfang, wie zum Beispiel im Auto ohne Außenantenne, sollte verzichtet werden.

·      Empfohlen werden Handys oder Smartphones, bei denen der Kopf möglichst geringen Mobilfunkfeldern ausgesetzt ist. Je niedriger der sogenannte SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate) des Handys ist, desto besser. Die SAR-Werte von Handy-Modellen können unter bfs.de/sar-werte-handy oder in der Gebrauchsanweisung des Telefons nachgelesen werden.

·      Wer sein Handy oder Smartphone am Körper trägt, sollte auf den vom Hersteller angegebenen Mindestabstand achten.

·      Textnachrichten sind weniger schädlich als Anrufe, weil das Handy dabei nicht direkt neben dem Kopf gehalten wird.

·      Im Internet surfen und E-Mails abrufen sollte man möglichst nur bei gutem Empfang oder über WLAN. Bei WLAN ist die Sendeleistung in der Regel niedriger als bei den Mobilfunkstandards UMTS, GSM oder LTE.

·      E-Mails sollten nur bei Bedarf manuell abgerufen werden.

·      Während eines Telefongesprächs sollte der Abruf von E-Mails vermieden werden.

·      Wer seine persönliche Strahlenbelastung besonders gering halten möchte, sollte den Hintergrunddatenverkehr abschalten.

 

Handystrahlung im Preis inbegriffen 
Über das Thema Handystrahlung spricht niemand gerne. Zu groß ist die Befürchtung vor Gesundheitsschäden mit Langzeitfolgen und psychischen Ausnahmezuständen.
Dabei übersieht man leicht die grundsätzliche Notwendigkeit der elektromagnetischen Felder/Wellen, die von den Antennen der Mobilfunkstationen ausgehen.
Ohne diese Schwingungen pro Sekunde in Metern (Wellenlänge) wäre eine Übertragung von Daten und Sprache in der Fülle, wie sie die Digitalisierung heutzutage fordert, unvorstellbar. Das Phänomen Handystrahlung wird also auch in absehbarer Zukunft Bestandteil der Mobilfunknutzung bleiben. Es kann nicht einfach umgekehrt werden. Wissenschaftler und Experten warnen jedoch zu Recht vor den Gefahren des Elektrosmogs.

Die(se) SAR-Werte sind normal? 
Gemessen wird der Einfluss von elektromagnetischen Feldern auf biologisches Gewebe durch die spezifische Absorptionsrate (SAR). Hinter diesem sperrigen Fachbegriff verbirgt sich ganz einfach, wie viel Sendeleistung der Körper pro Masse (in kg) aufnehmen kann.
Fachleute halten Werte bis maximal 2 Watt pro kg für (noch) unbedenklich.
Eine erhöhte Gesundheitsgefahr besteht jedoch bereits ab über 1 W/kg wie die folgende Tabelle zeigt:

sehr geringer Einfluss: unter 0,4W/kg
geringer Einfluss: 0,4-0,6W/kg
mittlerer Einfluss: 0,6-1W/kg
hoher Einfluss: über 1 W/kg

Wie stark Sie persönlich gefährdet sind, hängt von der Wahl Ihres Handymodells ab. Denn fast jedes Handymodell strahlt unterschiedlich.
Apples iphone 7 gehört mit einem Wert von 1,38W/kg zu den Spitzenreitern der “Strahlenschleudern!”
Das Samsung Galaxy S7 Edge (0,26 W/kg) oder das Fairphone 2 (0,33W/kg) sind diesbezüglich anwenderfreundlicher.

Mein Handy macht mich krankQuelle: elektrosmog.com  
Für Frostbeulen mag so ein Temperaturanstieg im Körper erstmal eine tolle Verheißung sein. Die Zellschäden, die damit einhergehen, machen diesen scheinbar positiven Effekt jedoch schnell wieder zunichte. Außerdem haben zahlreiche globale Studien weitere verheerende Wirkungen aufgedeckt:

Demnach zerstört der Elektrosmog empfindliche Synapsen im Gehirn. Denkvorgänge können dadurch verlangsamt werden.
Die Blut-Hirn-Schranke öffnet sich leichter für Giftstoffe und fremde, schädliche Eiweißkörper.
Körpereigene Stimulanzien werden beeinflusst: Unkontrollierbare Gefühlsschwankungen (Panikattacken, übermäßige Freude, Neurosen etc.) sind die Folge.
Bei nächtlicher Strahlung werden die Traumphasen (REM-Phasen) deutlich vermindert. Die Gehirnströme verändern sich.

Tipp: Achten Sie beim Telefonieren auf guten Empfang! Je schlechter der Empfang, umso mehr Leistung muss das Handy erbringen.

Umstrittene Forschungsergebnisse

In den Augen der Wissenschaftler ist die Bildung von Krebsgeschwüren und Gehirntumoren jedoch die größte Gefahr. Erkenntnisse, die lange Zeit umstritten waren. Denn auch wenn die Forscher die steigende Krebs- und Tumorrate mit der Handystrahlung in Verbindung bringen konnten, so wurde in Italien ein eindeutiger Nachweis geführt, dass Handystrahlung ausschließlich als alleinige Ursache dafür verantwortlich ist.
Für die Entstehung von Gehirntumoren/Krebs spielt immer eine Reihe von genetischen bzw. individuellen Gesundheitsvoraussetzungen eine Rolle.
Die WHO stufte daher erst im Jahr 2015 die Handystrahlung als möglicherweise krebserregend ein.
Link: 130 Studienergebnisse zu Smartphones & Tablets

Darauf sollten Sie achten

Ganz vermeiden können Sie den Elektrosmog leider nicht, doch Sie können Ihrer Gesundheit zuliebe Vorsorge treffen. Kaufen Sie nur Handys mit einem geringen SAR-Wert und telefonieren Sie am besten nur über ein Headset. Beim Aufbau der Verbindung sendet Ihr Handy mit der vollen Leistung, halten Sie es deshalb erst nach dem Aufbau an Ihr Ohr. Tragen Sie Ihr Mobilfunkgerät nicht ständig direkt am Körper, bewahren Sie es lieber in einem Rucksack oder in einer Tasche auf. Achten Sie beim Telefonieren immer auf einen guten Empfang, denn dann muss Ihr Gerät nicht so stark senden. Decken Sie beim Telefonieren ihre Antenne nicht ab und vermeiden Sie zu lange Telefongespräche. Quelle: www.elektrosmog.com

Das 5G-Netz

Quelle: https://www.elektrosmog.com/5g-netz 

Der Mobilfunk gewinnt immer mehr an Bedeutung und Kommunikation wird immer kabelloser – in unserem Alltag, in der Geschäftswelt, für die Industrie, für Polizei, Feuerwehr, eigentlich in allen Bereichen unseres Lebens. Gleichzeitig mehren sich die Sorgen, denn vor allem in Großstädten wird man von allen Seiten mit Mikrowellen bestrahlt: Funkmasten auf Hausdächern, WLAN-Netzwerke in der eigenen Wohnung und den Nachbarwohnungen – und natürlich das eigene Handy.

Zur Einführung des neuen 5G-Netzes soll dieses Buch nicht nur wichtige Informationen zur Technologie selbst und zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen liefern. Es gibt auch praktische Hinweise zum Selbstschutz und zum gesundheitsbewussten Umgang mit der Mobilfunktechnologie: Wie kann ich mich im Alltag selbst weniger Strahlung aussetzen und wie kann ich Mobilfunknutzung mit Strahlenschutz verbinden, um die möglichen Risiken für mich selbst und meine Familie zu verringern? 


Dabei soll der Mobilfunk nicht einseitig verteufelt werden – denn viele Menschen sind täglich privat und beruflich darauf angewiesen. Und gerade mit dem 5G-Netzausbau wird es auch in ländlichen Regionen zunehmend unmöglich, sich den Strahlen vollends zu entziehen. Wichtiger ist es, sich der möglichen Risiken bewusst zu werden und im Umgang mit der Technologie auch langfristig an die eigene Gesundheit zu denken. 5G Buch Leseprobe...? Ich schreibe diesen Text mit meinem Laptop und nutze eine W-LAN-Anbindung für eine schnelle Recherche. Sobald ich das Büro verlasse, schalte ich das W-LAN am Laptop einfach aus, zu Hause benutze ich das LAN-Kabel. Den meisten Menschen ist die von ihnen selbst verursachte Strahlenbelastung und Eigenverantwortung jedoch nicht bewusst.

Paracelsus: Allein die Dosis macht das Gift.

Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die Europäische Union (EU) empfehlen die Reduzierung der elektromagnetischen Emissionen; allgemein als Elektrosmog bezeichnet.

 

Quarks: Wie gefährlich ist 5G?

Seit die ersten Handys und Smartphones die Hosentaschen erobert haben, gibt es Diskussionen darüber, welchen Effekt die Mobilfunkstrahlung auf den Menschen hat. Mittlerweile gibt es dazu schon zahlreiche Studien. Doch was sagen sie über die Effekte von 5G? Quelle: quarks.de

Das Problem bei 5G

Bisher lagen die Frequenzen für das Mobilfunknetz bei weniger als 2,6 Gigahertz (GHz). Für das 5G-Netz geht es nun um Frequenzen von 2 bis 3,7 Gigahertz, perspektivisch sogar um bis zu 60 Gigahertz. Dabei gilt: Je höher die Frequenz, desto geringer die Reichweite. Für das 5G-Netz braucht es daher viel mehr Sendemasten, um dasselbe Gebiet abzudecken.

Und nicht nur das: Bislang sind viele Sendemasten an Türmen oder auf Dächern montiert. Die neuen 5G-Sendestationen aber lassen sich in kleinen Kästen praktisch überall montieren. Heißt also auch: Man kommt ihnen viel näher, wenn sie an Laternen, Bushaltestellen oder Wänden montiert werden. Und bekommt auch mehr Strahlung ab.

Netzbetreiber in Deutschland sagen angesichts des neuen Netzes weiterhin: Es geht keine Gefahr davon aus, da die geltenden Höchstwerte die Nutzer schützen. Ohne Langzeitstudien ist das allerdings nur eine Vermutung. Die Wissenschaft gibt oft explizit an, dass sich Studien zu den alten Frequenzen nicht auf die neuen 5G-Netze übertragen lassen.

Hinzu kommt: Mit dem 5G-Netz wird sich die Strahlung in den Funkzellen anders verteilen. Über das sogenannte Beamforming werden die Signale von der Sendestation vor allem dorthin geschickt, wo sie benötigt werden – das ermöglicht einen besonders schnellen und effektiven Datentransfer. Die höchste Strahlenbelastung haben also die aktiven Nutzer, während die anderen weniger abbekommen. Daraus ergibt sich eine wichtige Frage für die Forschung und eine sinnvolle Risikoeinschätzung: Wie misst man zuverlässig die Strahlenbelastung, wenn sich die auftretende Strahlung nach Bedarf ändert?

Wie wirkt Handystrahlung auf den Körper?

Kurz gesagt: Mobilfunkstrahlung ist elektromagnetische Strahlung – und gehört wie die Mikrowellenstrahlung auch zur hochfrequenten Sorte. Wichtig ist: Anders als Röntgenstrahlung oder Radioaktivität ist sie nicht ionisierend. Ihre Energie reicht also nicht aus, um Erbgut direkt zu beschädigen. Trotzdem kann sie gesundheitliche Auswirkungen haben. Diskutiert wird etwa, ob die Strahlung DNA-Reparaturprozesse stört.

Wer genauer wissen möchte, wie elektromagnetische Strahlung auf den Körper wirkt und ob es so etwas wie Elektrosensibilität gibt, der klicke hier. 

Wie Mikrowellenstrahlung auch versetzt Mobilfunkstrahlung Wassermoleküle in Schwingungen. Daraus entsteht Reibungswärme – und die Temperatur in Gewebe und Zellen steigt. Und zwar besonders dort, wo wir mit dem Handy in Berührung kommen.

Sobald das Handy sendet und empfängt, dringt die Strahlung in den Körper ein. Die Frequenz bestimmt auch, wie tief – und welches Gewebe und welche Zellen möglicherweise beeinflusst werden.

Die Strahlung dringt unterschiedlich tief in Gewebe und Materialien

Es gilt: Je niedriger die Frequenz (anders: je länger die Wellenlänge), desto tiefer dringen die Strahlen ein. Bei einer Frequenz von weniger als einem Gigahertz sind es wenige Zentimeter, ab mehr als 10 oder sogar 60 Gigahertz nur noch wenige Millimeter oder gar nicht mehr. Für 5G-Handystrahlung bedeutet das: Sie dringt etwas weniger tief in den Körper ein als etwa Strahlung im alten 2G- oder 3G-Netz – denn sie nutzt auch höhere Frequenzen. Das 5G-Netz wird unter anderem Frequenzen im 2 Gigahertz-Bereich, aber auch solche mit 3,4 bis 3,7 Gigahertz nutzen. Auch Frequenzen im zweistelligen Gigahertz-Bereich sind angedacht.

Die spezifische Absorptionsrate (SAR) gibt an, wie viel Energie der Körper dabei aufnimmt. Dieser Wert ist in Deutschland auf zwei Watt pro Kilogramm beschränkt – und soll einen kritischen Temperaturanstieg um mehr als ein Grad verhindern.

Weltweit zahlreiche Studien, am meisten zitiert:

1.   die Interphone-Studie

2.   die Danish-Studie

3.   die Million-Woman-Studie

In diesen Studien wurde an insgesamt mehr als 1,5 Millionen Menschen ein Zusammenhang zwischen Handynutzung und Krebs untersucht. Einig sind sich die Studien lediglich bei einem Effekt: dass die Strahlung das Gewebe erwärmt. Eine übereinstimmende Korrelation mit Krebs, etwa mit Hirntumoren, haben sie dagegen nicht gefunden – auch nicht über Nutzungszeiträume von mehr als zehn Jahren hinweg.

Die Mehrheit der Studien und Experten sagt daher: Mobilfunk stellt für erwachsene Menschen vermutlich keine Gefahr dar. Nur: Die Strahlung in den meisten Untersuchungen bezog sich lediglich auf zwei Frequenzen, nämlich 900 und 1900 Megahertz – die meisten Ergebnisse gelten also nur für Frequenzen aus alten Mobilfunknetzen. Über die Auswirkungen von 5G sagen sie wenig bis nichts aus.

Bestrahlung in den Studien viel höher als in der Realität

Aber: Die Forscher haben den gesamten Körper der Tiere bestrahlt – mit einer höheren Strahlung, als sie in Deutschland gesetzlich erlaubt ist. Außerdem dauerte die Bestrahlung pro Tag rund neun Stunden. Für die meisten Menschen ist das fernab der Realität. Hinzu kommt ein Befund, der selbst die Forscher überrascht hat: Die Tiere, die der intensiven Handystrahlung ausgesetzt waren, haben sogar länger gelebt als die nicht bestrahlten Tiere der Kontrollgruppe.

Ist Mobilfunkstrahlung für das Insektensterben verantwortlich?

Tiere wie Vögel und insbesondere auch Insekten können grundsätzlich durch Mobilfunkstrahlung beeinflusst werden. Bienen etwa orientieren sich über das Erdmagnetfeld. Daher können künstlich erzeugte elektromagnetische Felder die Orientierung stören, sodass Arbeiterinnen beispielsweise nicht mehr zu ihrem Bienenstock zurückfinden. Das massive Insektensterben mit dem Ausbau des Mobilfunks in Verbindung zu bringen, ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar. Das Insektensterben hat schon vor dem Beginn des Netzaufbaus begonnen.

Mehr Sendemasten = geringere Strahlenbelastung

Übliche Sendemasten für den Mobilfunk werden allgemein nicht als Gesundheitsrisiko angesehen. Die elektromagnetische Strahlung nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab. Insofern ist die aufgenommene Strahlung vom Handy wegen der Entfernung in der Regel höher ist als die von Handymasten – für die es festgelegte Sicherheitsabstände gibt.

Je mehr Handymasten senden, desto weniger stark müssen ihre Signale sein. Gleiches gilt für das Handy selbst, dessen Empfang maßgeblich beeinflusst, wie viel Sendeleistung das Handy bereitstellen muss. Je schlechter der Empfang, desto größer die mögliche Strahlenbelastung.

Heißt: Mit mehr Handymasten kann die durchschnittliche Belastung daher sogar niedriger sein.

Fazit – was wir wirklich wissen und wie wir uns schützen können

Die Umweltschutzorganisation BUND forderte laut Medienbeiträgen, dass die Versteigerung der Frequenzen ausgesetzt werden soll, bis die Technik und ihre Effekte auf den Menschen erforscht sind. Ansonsten, so die Befürchtung von Kritikern, wäre die Einführung von 5G ein großes, unfreiwilliges Selbstexperiment – ohne jegliche Zustimmung. Mittlerweile sind die Lizenzen versteigert, der 5G-Ausbau wird kommen. Es scheint unrealistisch, dass bis dahin ausreichend wissenschaftliche Studien dazu erscheinen.

Zwar verfallen die meisten Experten nicht in Panik, eine begründete Sorgfaltspflicht allerdings besteht. Wichtig ist erst einmal: ein statistischer Zusammenhang zwischen Krebsanstieg und Mobilfunk muss nichts über die Ursache aussagen – und das scheint derzeit auch nicht der Fall zu sein.

Ob Handystrahlung, insbesondere im 5G-Bereich, tatsächlich zu Zellstörungen, Tumoren oder Fehlentwicklungen führt, lässt sich nur über weitere, sehr gründliche Langzeitstudien belegen. Davon gibt es aber bisher nur wenige – und die haben ausschließlich die alten Mobilfunkstandards untersucht. Inwiefern aber die neuen Masten, andere Frequenzen und Strahlungsverteilung durch das 5G-Netz gesundheitliche Effekte nach sich ziehen, ist zum jetzigen Zeitpunkt also unklar.

So vermeidest du Handystrahlung:

Bis erste zuverlässige Ergebnisse vorliegen (und das wird noch Jahre dauern), kann jeder Einzelne sein Risiko minimieren. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt daher:

• das Handy so häufig wie möglich ausschalten
• vor dem Zubettgehen den Flugmodus einschalten
• das Handy möglichst weit weg vom Körper tragen

Heißt: Die übliche Hosentasche ist aus gesundheitlicher Sicht tabu. Über Headset und Freisprecheinrichtung lässt sich die Handystrahlung relativ schnell verringern, da die Strahlung schon nach kurzer Distanz deutlich abnimmt. Autor: Mathias Tertilt - Quelle: quarks.de

 

Weiterlesen zum Thema

Handystrahlung Wie riskant ist die Strahlung durch Handys? Der 5G-Ausbau heizt die alte Debatte um mögliche Gesundheitsgefahren durch Handystrahlung wieder an. Was ist dran an den Bedenken? Das hat auch die Stiftung Warentest untersucht. Ihr Fazit: Es besteht kaum ein Grund zur Sorge. Wer vorbeugen will, kann jedoch selbst einiges tun, um sich weniger Strahlung auszusetzen. weiterlesen 

Faktencheck zu 5G der Stiftung Warentest (kurz: SW)

Der 5G-Ausbau und neue Studien heizen die alte Debatte um mögliche Gesundheitsgefahren durch Handystrahlung wieder an. Was ist dran an den Bedenken? Dieser Frage ist die Stiftung Warentest nachgegangen, hat die Studienlage gesichtet und anschließend mit einer Expertenrunde erörtert, an der Ärzte, Wissenschaftler und Behördenvertreter teilnahmen. Hier die Zusammenfassung, was die Wissenschaft zu den wichtigsten Fragen weiß.

Lesenswert sind auch die Leserzuschriften, die der SW Einseitigkeit vorwerfen, und die Antworten der SW darauf einschließlich der benutzten Quellen. Das zeigt, wie konträr dieses Thema diskutiert wird.

 

Wissenschaftler warnen vor Risiken durch 5G (von 2017)

Zitat: „5G führt zu einer massiven Zunahme der Zwangsexposition durch kabellose Kommunikation.

"Die 5G-Technik funktioniert nur über kurze Entfernungen. Durch festes Material werden die Signale nur schlecht übertragen. Viele neuen Antennen werden benötigt, und die vollständige Einführung wird in städtischen Gebieten zu Antennen im Abstand von 10 bis 12 Häusern führen. Daher wird die Zwangsexposition stark erhöht."

Teil 1: Corona und der neue Mobilfunkstandard 5 G: Technik, Meinungen und Hintergründe

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