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Werbung für Schutz gegen Handystrahlung ...

Kampf gegen die Longitudinalwellen aufgenommen!

Noch ist nicht der 1. April, aber die Scherze werden schon fleißig gemacht. So konnte ich neulich in einem Katalog eines der katholischen Kirche nahe stehenden Versandgeschäftes etwas von einem „eFilter Strahlungsfilter“ lesen. Es soll der wirksame Schutz gegen „Handystrahlung“ sein. Vollmundig heißt es:

„Schützen Sie sich und Ihre Familie mit dem eFilter wirksam vor belastenden elektromagnetischen Strahlen. Die Anwendung ist so simpel wie genial: Kleben Sie den eFilter-Chip einfach auf Ihr Handy oder DECT-Telefon – fertig! Ab sofort sind Sie bestens vor Elektrosmog geschützt, und das bei voller Sende- und Akkuleistung! Der eFilter funktioniert übrigens auch bei WLAN-Geräten. Wirksamkeit bewiesen durch zahlreiche ärztliche Gutachten und wissenschaftliche Studien unabhängiger Institute. Blockt gefährliche Longitudinalwellen, die von Handys & DECT-Geräten im Sende- & Stand-by-Modus ausgesendet werden.“

Dieses Versandangebot verwundert, denn: Bisher ist in seriösen Forschungen nicht nachgewiesen worden, dass Funkwellen unter den üblichen Nutzungsbedingungen schädlich für den Menschen sind, geschweige denn Funkwellen etwas mit den angeblichen Longitudinalwellen zu tun haben. Die elektro-magnetischen Funkwellen werden von der Physik den Transversalwellen zugerechnet. Von den genannten Studien habe ich auch noch nichts gehört beziehungsweise gelesen. Es wäre ja auch zu schön, wenn es das Wunderfilter gäbe, könnte man sich doch dann endlich auch den Plagegeistern von PLC und Kabelfernsehstörungen durch einfachen Aufkleben auf die entsprechenden Geräte entledigen.

Ach ja, Wunder. Der Versand steht der Kirche nahe – und bei der gab es ja immer schon Wunder. Und letztendlich kann man es ja glauben – oder nicht. Denn mit Wissen haben Wunder und Glauben wohl eher weniger oder besser, garnichts zu tun.

Horst Garbe, DK 3 GV


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