Thema: Hintergrund-Gedöns

Störenden Unterlegung von Text in Radio und TV
mit nervigen Geräuschen und "Musik" - Meinungen

 

Lesermeinungen zum Thema "Hintergrund-Gedöns"

Ob im Baumarkt, im Supermarkt, in der Frittenbude, beim Friseur, im Restaurant oder sogar beim Zahnarzt - überall muss man ungewollt Musik über sich ergehen lassen. Wenn es dezente, melodische Klänge sind, ist das ja schön, aber immer häufiger bekommt man Radiosender mit schreienden Werbesprechern und nervigen Ansagen auf die Ohren. Wenigstens am Abend gibt es noch Sendungen, z.B. ab den 20-Uhr-Nachrichten auf NDR 1 oder (sehr zu empfehlen) Hessen 4, bei denen man wirklich entspannen kann.

Nicht nur die nervige Hintergrundmusik zum Beispiel beim Wettergespräch, den Verkehrsnachrichten, bei TV-Dokumentationen, in Magazinsendungen oder bei der Anmoderation im Radio nervt. Selbst bei solch seriösen Sendern wie NDR Info gibt es inzwischen kaum mehr verlesene Texte ohne Begleitgetöse. Selbst Deutschlandradio kommt häufig nicht mehr ohne Hintergrundgeklacker aus ...

Auch daran, dass Musiktitel oft nicht ausgespielt, sondern vom nächsten Song brutal überlappt oder bei Nachrichtenbeginn rigoros abgeschnitten werden, stören sich Leser von funkempfang.de.

Übrigens hat der NDR in seinem Programm NDR 1 Niedersachsen im Sommer 2018 den Musikteppich ausgetauscht. Er nervt jetzt erheblich weniger. Nur auf NDR Plus (DAB +) sind die Verkehrsnachrichten mit Geräuschmüll weiterhin für viele unerträglich. Bei meiner Radtour durch Bayern musste ich bisweilen das nervige Getöse im Radioprogramm von Bayern 1 ertragen, selbst beim Frühstück in der Pension in Ochsenfurt. Antwort der Wirtin auf meine (vergebliche) Bitte, das Radio doch wenigstens etwas leiser zu stellen: "Das Radio läuft bei uns immer!"

Noch schlimmer ist's im Fernsehen, wo zunehmend an und für sich interessante Dokumentationen (z.B. "Die Wetterau", HR3)  mit Geräuschmüll und Klangbrei ungenießbar gemacht werden (z.T. auch "70 Jahre NRW - Eine bewegende Geschichte" am 29.12.2017). Turbo-Zooms und Stakkatoschnittfolgen im Halbsekunden-Takt oder schwindelerregende Kamerarundfahrten (z.B. "Deutschland von oben") verleiden einem ebenfalls immer mehr Fernsehbeiträge. Zuletzt schalteten wir nach zehn Minuten entnervt ab bei: "Wo war eigentlich die Mauer" (5.2.2018, 21 Uhr, RBB) und auch bei "WiSo" im ZDF, als es um nicht immer kompetente Heizungsexperten bei der Arbeit ging. Schade drum ... 
Sogar die Sportschau am Samstagnachmittag wird durch Geräuschmüll, z.B. beim Verlesen der Ergebisse und des Tabellenstandes, immer nerviger.

Dem öffentlich-rechtlichen Funk und Fernsehen laufen die Hörer und Zuschauer sicherlich auch aus diesen Gründen davon. Und die Jugend gewinnt man mit solchem Gedöns auch nicht.

Was meinen Sie dazu?

Leserbrief, März 2018
Guten Tag, Sie bringen es ganz genau auf den Punkt. Auch wir ärgern uns über diese völlig inakzeptable Musikuntermalung. Leider wird diese störende Akustik nicht getrennt als zweiter Kanal übertragen, dann könnte der Zuschauer über die Blanceregelung die Fehlsteuerung der Musik ausgleichen. Irgendwann werden sicherlich TV-Sendungen vom Zuschauer über das Internet bewertbar werden oder, noch besser, die Pauschalgebühren werden durch Einzelgebühren für jeden gesehenen Beitrag erhoben. Spätestens dann werden die öffentlich rechtlichen eine für den Zahler bessere Qualität liefern müssen. Darüber könnten dann auch die Zuschauerzahlen genauer erfasst werden.
Warten wir es ab, bis ein verantwortlicher Redakteur sich seinen eigenen Beitrag im TV einmal angesehen hat. Spätestens dann kommt das AHA Erlebenis. Anton, Eurowächter

Aktueller Leserbrief eines ehemaligen WDR-Tontechnikers: 
Hallo Dieter, habe erst heute auf Deiner Webseite den Artikel zum TV- und Radio-Hintergrundlärm gefunden und werde ihn auf www.agaf-ev.org verlinken!
Als Leidensgenosse wirst Du verstehen, dass ich schon öfter mal an einen meiner Lieblingssender, 3Sat, Zuschauerpost geschickt habe, um gegen die grausame Tonaussteuerung mancher Beiträge z.B. in "Kulturzeit" zu protestieren. Da werden z.B. O-Ton und deutsche Übersetzung gleich laut gesendet oder ebenfalls "Hintergrundmusik". Die Leute in der Verwaltung, die Zuschauerpost beantworten, kennen offenbar die bemängelten Sendungen gar nicht. Die haben nur die EBU-Richtlinien im Kopf, die sowas eigentlich verhindern sollen...
Als Ex-Tontechniker beim WDR-TV kenne ich die entsprechenden Regeln, z.B. Begleitmusik um 10 dB abzusenken gegenüber dem Off-Sprecher. Dieses Stichwort macht mir in letzter Zeit besonders Ärger, denn wie eine Seuche hat es sich ausgebreitet, dass Trailer oder Off-Kommentare nur noch von "Off-Flüsterern" vertont werden. Mit meinem beidseitigen Tinnitus (Dauerrauschen) bleibt mir oft nur Lauterdrehen (und Fenster schließen...). Gruß aus Köln von Klaus Kramer, DL4KCK

weitere Lesermeinungen hier

Stellungnahme der ARD-Programmdirektion (9/2017)

"Musikalische Untermalung ein wichtiges dramaturgisches Mittel"

Wir bedauern Ihre Kritik an der Hintergrundmusik in Sendungen des Ersten, die Sie als Klangbrei empfinden.
Es tut uns sehr leid, dass Sie die akustische Untermalung als störend empfunden haben. Selbstverständlich soll die Musik unsere Zuschauer nicht daran hindern, die Dialoge in der Sendung zu verstehen.
Dennoch ist die musikalische Untermalung ein wichtiges dramaturgisches Mittel, das seit den Anfängen der Filmindustrie eingesetzt wird. Auf dessen maßvollen Einsatz können auch wir nicht verzichten.

Auch in Informationssendungen setzen die Autorinnen und Autoren der Beiträge Musik als Stilmittel ein. Damit gelingt es ihnen, dramaturgische Akzente zu setzen und Informationen noch anschaulicher zu vermitteln. Wir bedauern, dass Sie sich dadurch gestört fühlten.
Andererseits gibt es aber auch Lautheitssprünge innerhalb der Programme und zwischen den Sendungen. Dieser Themenkomplex wird seit vielen Jahren in der ARD und der gesamten Fernsehbranche diskutiert.

Inzwischen hat die ARD wie alle anderen Fernsehanbieter in Deutschland daran gearbeitet, die Lautstärke der Sendungen des Ersten Deutschen Fernsehens zu harmonisieren und die Lautheitsunterschiede im Programmablauf sowie zwischen den einzelnen Sendungen zu verringern. Dazu trägt auch der technische Fortschritt im Bereich der Mess- und Aussteuerungsverfahren bei.
Seit der Internationalen Funkausstellung 2012 senden die Öffentlich-Rechtlichen gemeinsam mit den privaten Free- und Pay-TV-Anbietern in einer einheitlichen Lautstärke - sowohl in den Programmbeiträgen als auch bei Werbung und Programmhinweisen. Zwar gibt es weiterhin leisere und lautere Stellen im  Programm, aber die Kontraste sind weniger extrem.

Mit der Anpassung hoffen wir, den Bedürfnissen unserer Zuschauerinnen und Zuschauer nun besser entsprechen zu können. Wir können Ihnen zudem versichern, dass unsere Tontechniker und Akustiker laufend den technischen Fortschritt auf diesem Gebiet beobachten, um ihn ggf. für die Ausstrahlungstechnik nutzbar werden zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Rüdiger Heise, Erstes Deutsches Fernsehen, Programmdirektion, Zuschauerredaktion Das Erste (im Sept. 2017)

 

Anscheinend ist mein Leserbrief nicht richtig verstanden worden. Gegen
"normale" Filmmusik habe ich nichts einzuwenden. Hier mein Originaltext:


Mein Leserbrief-Text

Klangbrei-Radio und Tonterror-TV

Nachdem wir uns schon von den öffentlich-rechtlichen Radiostationen die NDR Niedersachsen weitgehend abgenabelt haben, weil dort immer mehr Textpassagen wie Wettergespräch, Verkehrsmeldungen sowie An- und Abmoderationen mit Klangbrei versehen werden und das Hören nervenaufreibend wird, greift diese Seuche, alles mit Musik hinterlegen zu müssen, verstärkt aufs Fernsehen über. Menschen mit Hörgerät dürften heirvon besonders stark betroffen sein.

Vor allem eigentlich von den Themen her interessant zu werden versprechende Verbrauchersendungen wie "Alles Wissen" oder "Markt" vergraulen durch immer stärker eingesetzte, teils aggressive Hintergrundmusik nun auch ihr treues Publikum: die älteren Hörer und Seher.

Nachdem die Jugend bereits vom Fernsehen verstärkt zu Streamingdiensten übergewechselt ist, ergreifen in unserem Bekanntenkreis (über 60 Jahre alt) immer mehr Menschen die Flucht vor Öffi-Radio und -TV und wechseln zu DAB+ (z.B. Absolut Relax) und Internetradio, wo gerade eine Monopolisierung im Gang ist und dadurch die Häufigkeit von Werbesport stark zugenommen hat.

Die Sendung Markt im NDR nervt zunehmend mit Klangbrei. Am 21. August wollten wir uns nach "Markt" auf NDR 3 die anschließende Verbrauchersendung über „Die Tricks der Getränkeindustrie“ anschauen, haben aber nach fünf Minuten entnervt den Ausschaltknopf betätigt. Nach dem Beitrag über die Tricks der Druckerhersteller schaltete ich ab. Die Töne im Hintergrund waren einfach nicht mehr zu ertragen. Sogar die Ergebnisverlesung bei der Sportschau am Samstag zwingt inzwischen dazu, den Ton leiser zu drehen oder abzuschalten.

Weiter so! Dann haben die ARD-Sender in unserer Altersklasse ihre Hörer und Seher in den nächsten drei bis fünf Jahren um sicherlich ein Drittel bis zur Hälfte reduziert. YouTube und die Streamingdienste werden sich über verstärkten Zulauf an frustrierten Hörern freuen.

Nehme an, dieser „Service“ am Zuschauer ist von ganz oben verordnet ...
mit freundlichen Grüßen Dieter Hurcks (Journalist i.R.) - August 2017

Es nervt (uns) ...

Tönendes Beispiel: Ich empfehle, gegen 7.50 Uhr das Wettergespräch im Radioprogramm von NDR 1 Niedersachsen anzuhören. Auf NDR Plus im Digitalradio nerven die Verkehrsnachrichten mit viel zu lauter Hintergrundmusik total. Auch die Sendungen "Markt" in den Dritten sowie viele Dokus auf 3sat oder Panorama im Ersten sind voll von nervigen Hintergrundstörungen, die man selten als Musik bezeichnen kann. Aber es gibt ja den Ausschalter bzw. viele andere Sender, auf die man umschalten kann.
Neuestes Malheur: Die ehedem so angenehm zu sehenden Wilsberg-Filme haben einen neuen Vorspann mit allem, was die Technik heute so hergibt: nerviger Sound, Flackerbilder, Turboschnitte. Auch der Münster-Tatort vom Mai 2018 nervt im ersten Drittel durch völlig abnorme Hintergrundgeräusche. Wozu?

Dass es auch anders geht, beweisen diese TV-Beiträge (SWR, 20.11.): "Der große Augen-Report" von 2016 und "Das Engadin - Naturwunder der Alpen" von 2015. Hier wird Musik so eingesetzt, wie es sein sollte: die Wirkung verstärkend, ohne zu nerven.

Vielversprechende Sendungen, die wir wegen nerviger Hintergrundtöne ebenfalls nach kurzem Schauen abgebrochen haben:
16.1.2018 - HR3 - Erlebnis Hessen: Hanauer Pioniere
und viele weitere - ich habe es aufgegeben, diese hier aufzuzählen. Besser ich führe die Sendungen auf, die man sich noch genussvoll ansehen kann ...

 

Einen interessanten Beitrag brachte vor längerer Zeit die Augsburger Allgemeine unter der Rubrik "Der Grantler" - ohne Wirkung?:

Zitat: "Der Grantler schaut sich aber auch ganz gern einen Krimi im Fernsehen an, zum Beispiel den „Tatort“ am Sonntag, aber immer mehr werden diese Filme zum Ärgernis. Der Grund: Die Musik wird als störend empfunden. Der Grantler fragt sich manchmal, was sich die Regisseure denken, wenn sie Dialoge mit lauter Musik untermalen. Sind die Texte so schlecht, dass man sie nicht hören soll? Man kann ja nicht einmal davon ausgehen, dass das tägliche Leben widergespiegelt werden soll, denn wenn zwei sich unterhalten, gibt es nirgends laute Musik im Hintergrund und wenn jemand das Radio laufen hat, dann wird man es ausmachen oder leiser stellen, wenn er reden will. Bei manchen Filmen könnte man sich wahrscheinlich viel Geld sparen, wenn man auf Musik und eben dann auch auf das Honorar des Komponisten verzichten würde! Ähnliches gibt es im Radio. Da gibt es Sender, die untermalen ihre Nachrichten mit Musik. Auch hier gilt: Soll der Hörer vielleicht gar nicht mitkriegen, was es so Schlechtes auf der Welt gibt? Der Grantler würde ja noch einsehen, wenn der Wetterbericht untermalt wird, mit aufheiternden Tönen bei schönem Wetter, mit Paukenschlag, wenn ein Gewitter ansteht oder wie auch immer. Aber nur eine Musik zu Texten unterlegen, dass ist fast schon ein Attentat auf den Nachrichtenhörer. Der Grantler fragt sich: Hat sich da noch niemand beschwert oder hören die Sender nicht auf ihre Kunden?" Quelle und mehr

Auch der Münchner Merkur hat sich dieses Themas - schon 2009 - angenommen. Zitat aus Lesermeinungen:

"San mir alle dement und deppert?" 
"Das Problem mit der Hintergrundmusik dürfte weniger an der Lautstärke liegen, sondern dass überhaupt Sprechszenen mit Musik hinterlegt werden. Das ist meines Erachtens völliger Unfug. Die Qualität der schauspielerischen Leistung wird nicht gesteigert, wenn der gesprochene Text durch die Musik massiv gestört bzw. vom Zuschauer schlecht verstanden wird.“ Dieter Heinzel Eichenau 
„In Ihrem Artikel geht es um zu laute Hintergrundmusik im Fernsehen. Ja, es stimmt, die Hintergrundbelästigung beim Fernsehen nimmt zu und die Verständlichkeit leidet. Daher sehe ich schon lange kein Privatfernsehen mehr, denn das mutiert immer mehr zum Werbe-Nerv-Fernsehen. Leider macht das Phänomen des Hintergrundlärms nicht beim Fernsehen halt. Schalten Sie doch mal das Radio ein. Nein, auch hier nicht die Privatsender. Die verhalten sich so wie die privaten Fernsehsender. Schalten Sie mal Radio Bayern 3 ein. Da kommt man sich doch vor, wie mitten in einem Computerspiel. Ständig kracht es, wummert es, zischt es, krabuummm! Mindestens fünf bis zehn Mal pro Stunde werden wir auch noch verbal daran erinnert, welchen Sender wir gerade hören. San mir alle dement und deppert? Dann Wetterbericht, Verkehrsfunk. Oder Telefon-Interviews. Alles mit Geräuschen im Hintergrund. Ja geht’s noch? Was soll das? Wo ist der Nutzen? Bayern 1 war mal nicht so lärmverseucht. Doch inzwischen ist man dort auch auf den Lärm gekommen. Ist (Sprach-)Verständlichkeit im Radio nicht ein anzustrebendes Ziel?"

"Ich glaube, dass eine Generation der Disco-Hörgeschädigten beim Fernsehen den Ton angibt".

"Die ganze Lust und Freude an einer guten Sendung wird uns vergällt - und dafür muss man auch noch zahlen!"

Quelle und mehr

Lesermeinungen

B. Weisshuhn schreibt (11/2017): Das von ihnen beschriebene Problem ist, wie einschlägigen Foren und Zeitungsartikeln zu entnehmen ist, den Verantwortlichen schon lange bekannt. Es scheint aber, dass eine Veränderung erst dann eintreten würde, wenn sie selber als Hörbehinderte betroffen wären.
Der veröffentlichte Antwortbrief der ARD ist offensichtlich nur ein Textbaustein in den Computern der ARD, da ich praktisch den gleichen auf eine ähnliche Kritik von einer anderen Mitarbeiterin Franziska Aschenauer der ARD erhalten habe.
Es wird pauschal bedauert, wenn die Hintergrundmusik als störend empfunden wird. Man könne aber auf eine maßvolle (?) Verwendung nicht verzichten.
Man ignoriert dabei, dass die Hintergrundmusik inzwischen in fast jeder Sendung inflationär und in einer dominierenden Form eingespielt wird. Dadurch erlebt der hörbehinderte Zuschauer solche Sendungen/Filme praktisch als Stummfilm, wie vor 100 Jahren als bewegte Bilder ohne Sprache mit musikalischer Umrahmung ggf. noch mit Untertiteln soweit diese im Videotext verfügbar sind.
Es wird verharmlost, dass die Hintergrundmusik in Konkurrenz zum gesprochenen Wort Zuschauern mit einer Hörbehinderung eine Teilhabe am Fernsehen verhindert, weil sie den Inhalt nicht mehr verstehen können und praktisch dazu verurteilt werden, andere Medien zur Information und Unterhaltung zu nutzen.
(Hierzu vielleicht ein Vergleich: Würde man alle historischen Altstädte wieder mit Kopfsteinpflaster versehen, nur weil es gestalterisch und stilistisch besser aussieht?)

Meine Antwort: Hallo, Herr Weisshuhn, danke für Ihre aufschlussreiche Mail. Ich dachte schon, ich wäre in dieser Sache ein Einzelkämpfer. Ich bin nicht hörbehindert, sondern - im Gegenteil - hypersensitiv, weshalb mir die Hintergrundgeräusche vor allem bei den Dokumentationen auf 3sat u.a., die wir sonst gerne geschaut haben, auf die Nerven gehen, z.T. verbunden mit Kopfschmerzen. Selbst meine Frau sagt nach spätestens 15 Minuten: "Abschalten"! So müssen wir auf viele im Grunde sehr interessante Beiträge verzichten, z.B. auf die Doku über den weltweiten Flugverkehr auf 3sat oder gestern auf Panorama im Ersten (der Beitrag Microplastik war audiomäßig grausam). Auch TV-Verbrauchersendungen wie Markt in den dritten Programmen nerven, ebenso mit Musik unterlegte Radiobeiträge wie Verkehrsmeldungen, Wetterberiche, Anmoderationen. Die Gebühren muss man ja trotzdem bezahlen, auch wenn man sich von den öffentliche-rechtlichen Stationen abwendet und lieber Internetradio hört ...

Manfred T. schreibt (10/2017): Was mich als 72-jährigen erfreut, ist Ihre entschiedene Ablehnung der Hinterlegung von Wortnachrichten, z.B Wetterbericht, mit "Musik" im Radio. Das empfinde ich als ungemein störend und belästigend. Erstmal ist das nach meiner Auffassung keine Musik mehr, sondern nur noch Krach ... Und dafür sollen wir alle auch noch GEZ-Gebühren entrichten. Ein Rückfall ins finsterste Mittelalter
Eine weitere Unsitte im Radio ist es, die Musiktitel nicht bis zu dem vom Komponisten vorgeschriebenen Ende auszuspielen, sondern den Auftakt des nächsten Titels noch auf die letzten hörbaren Noten des vorherigen darüberzulegen. Eine Pause zum "Luftholen" (zur Verinnerlichung des eben Gehörten) gibt es bei dieser Nonstop-Dudelei heutzutage nicht mehr. Ein Glück, dass ich jetzt den Laptop habe! Eine gesunde Darbietung von guter Musik gibt es noch im Internet.

Was meinen Sie dazu? 

 

Forum zum Thema

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