Test Magix Fotos auf CD und DVD Version 10 de Luxe - Bericht über Version 2012 (11/2012)

Fotoschauen professioneller und einfacher als je zuvor

Magix-Software für Diaschau und Beamervorführung weiter verbessert

Nachdem ich mich nun gut drei Jahre mit der Version 6.5 von Magix Fotos auf CD und DVD herum geärgert hatte, die nach dem Löschen mehrerer Bilder aus einem Projekt immer abstürzte, habe ich mir im Oktober zunächst die Einfachfassung der Version 9 angeschafft, die aber meine Erwartungen hinsichtlich des Funktionsumfangs nicht ganz erfüllte. Kurz darauf erschien die Version 10 mit einem tollen Angebot für Stammkunden, das ich nicht ausschlagen konnte. Lesen Sie, welche Erfahrungen ich seitdem gemacht habe.

Das Tollste an der neuen Version ist, dass ich damit bislang alle alten Projekte fast anstandslos laden und wieder abspeichern konnte. Bei ganz alten Produktionen gab es manchmal Probleme mit bestimmten Titeln, die sich aber leicht durch Laden eines abgespeicherten Stils beheben ließen.

Positiv auch, dass das Programm bislang nicht einmal abgestürzt ist, obwohl ich schon umfangreiche Projekte damit umgesetzt habe wie den Oder-Neiße-Radweg, Leine-Heide-Radweg und den Hessischen Fernradweg R4. Von allen Projekten gibt es Trailer bei YouTube, die ich als MPEG4-Dateien hochgeladen habe. Damit lässt sich nun eine bessere Bildqualität mit immerhin 480 p erzielen.

Der Bildschirm ist jetzt frei skalierbar und die Software arbeitet erheblich stabiler..


Beispiele für Trailer bei YouTube: 
Oder-Neiße
http://www.youtube.com/watch?v=3_kIerj_3lc 
Leine-Heide: http://www.youtube.com/watch?v=X_4GVGyw3qI 
HR4: http://www.youtube.com/watch?v=BAIdDsxpOEE (mit Reiserouten)

Verbesserungsvorschläge

Das Arbeiten mit der neuesten Version geht zügig von der Hand, auch wenn es noch einiges zu verbessern gäbe. Da inzwischen 22-Zoll-Monitore erschwinglich sind, sollten sich einzelne Werkzeugbereiche wie z.B. für die Bildverbesserung oder das Geraderichten (Horizontbegradigung) vom nun frei skalierbaren Arbeitsbereich abkoppeln und als eigenständige Fenster frei auf dem Desktop platzieren lassen. Das würde das Arbeitstempo nochmals erhöhen.

Wenn man im Titelmenü eine Stilart definiert, lässt sich diese als Vorlage abspeichern. Leider wird aber die voreingestallte Standzeit des Titels, z.B. fünf Sekunden, nicht mit abgespeichert. Dann ginge das Betiteln noch schneller von der Hand.

Statt vorher zwei unterschiedlichen Dateien für Projekte und Fotoschauen gibt es nun nur noch eine Datei, was natürlich zunächst gewöhnungsbedürftig, aber letztendlich viel einfacher ist. Ich persönlich lege in jedem Diaschauordner einen weiteren Ordner mit der Bezeichnung SIK an, in dem ich vor dem Weiterarbeiten asn einem Projekt eine Sicherheitskopie desselben anlege. So kann ich, falls etwas daneben geht, immer darauf zurückgreien.

Wesentlich besser gelöst als zuvor ist die Organisation der Pfade, die zu den notwendigen Dateien wie Bilder, Musikstücke und Clips führen. Aber auch hier wäre ein Abkoppeln bzw. freies Verankern am Rande des Arbeitsfensters äußerst hilfreich.

Reiseroutenanimation

Gerade für meine Radtourenreportagen ist ein Hilfsprogramm sehr nützlich: die Reiserouten-Animation. Damit lassen sich frei verwendbare Landkarten mit dem Routenverlauf erzeugen. Allerdings braucht man einen sehr schnellen Rechner, damit die sich aufbauende Route ruckelfrei abgespielt wird. Ich verwende daher lediglich Standbilder und schreibe die wichtigsten Orte nochmal mit deutlich lesbarer Schrift in die Karte. So weiß der Zuschauer sofort, wie die Strecke verläuft, über die als nächstes berichtet wird. Die markierten Orte lassen sich in einer Datei speichern und bei Bedarf wieder aufrufen und weiterbearbeiten. Das Kartenmaterial stammt übrigens von OpenStreetmap.org und darf kostenfrei unter Angabe der Quelle verwendet werden. Leider lassen sich die Karten nur sehr grob skalieren, so dass es bisweilen passiert, dass einige Ortsmarkierungen so nahe am Rand platziert sind, dass sie bei der Wiedergabe auf einem Fernseher abgeschnitten werden bzw. außerhalb des Bildes landen.

Datei-Export

Irritationen löste die Unschärfe von Bildern nach dem Zoomen aus. Aber anscheinend verschwindet diese Unschärfe weitgehend, wenn die Fotoschau in eine Videodatei umgerechnet wird, was nach meinem Gefühl erheblich schneller geht als in meiner alten Version 6.5. Selbstverständlich kann die neue Version auch Bluray-Disks brennen.

Wenn man einen MP4-Clip einbauen will, muss man für 9,99 Euro erst einen Konverter kaufen. Nachdem mein alter PC gecrasht ist, habe ich Magix 10 auf meinem neuen Gerät wieder installiert und musste nochmals 9,99 Euro bezahlen, da der alte Code nicht akzeptiert wurde. Ebenfalls kostenpflichtig ist der Support nach Ablauf einer gewissen Frist. Wegen des happigen Preises habe ich auf eine Anfrage verzichtet.

Es hat sich also einiges getan an der Diaschau-Software. Inzwischen git es schon wieder eine neue Version mit verbesserter Reiseroutenanimation. (Dieter Hurcks, aktualisiert am 24.11.2011)

Alles von Dieter Hurcks bei YouTube

Hier bestellen: Normalversion, Deluxe-Version, einfache Version

   

 

weitere Infos


____________________________________________

Erfahrungsbericht (27.7.2007/aktualisiert 30.1.2008): 

Test Magix Fotos auf CD und DVD Version 6.5 de Luxe

Nachvertonen mit Musik und Sprache jetzt kinderleicht

Automatische Pegelabsenkung der Musik bei Sprachkommentaren

Viele Funktionen der Version 6.5. sind natürlich beibehalten bzw. weiter entwickelt worden. Daher ist das meiste dieses Berichts auch noch gültig.

Endlich war die Ankündigung da: Bei der neuen Version 6.5 von Magix Fotos auf CD und DVD sollte die Vertonung mit Musik und Sprache erheblich leichter werden: dank der automatischen Absenkung des Musikpegels bei Sprachkommentaren. Grund genug, diese Version eines der erfolgreichsten Fotoshow-Programme zu testen.

Screenshot: Ein Gitter hilft bei der Horizontbegradigung, dem Geradestellen der Bilder.

Nach gut einer halben Stunde Installationsdauer konnte das erste Projekt in Angriff genommen werden. Endlich merkt sich das Programm auch die vorhandenen Projekte, so dass nach einem Neustart gleich mit der aktuellen Fotoshow weitergearbeitet werden kann.
Daten werden standardgemäß im Ordner Magix in „Eigene Dateien“ abgelegt, so dass bei einem Versionswechsel nicht die individuellen Dateien aus dem Programmordner erst umkopiert werden müssen.

Viele Arbeitsschritte sind so geblieben, wie sie sich bei den vergangenen Versionen als praxistauglich erwiesen haben. Aber es gibt eine Menge kleinerer und größerer Verbesserungen.
Hervorzuheben sind die frei definierbaren Kamerafahrten und Zooms, um jedes Fotodetail ins Visier zu nehmen. So kann man etwa bei einem Gruppenfoto von Gesicht zu Gesicht schwenken oder bei Zooms genau auf das hervorzuhebende Bilddetail gehen.

Bilder gerade stellen

Die Horizontbegradigung, die bei Version 6.0 noch (ausschließlich) mit komplizierten Winkeleingaben verbunden war, funktioniert nun über einen Schieber, an den man sich schnell gewöhnt. Auch Winkelwerte lassen sich eingeben, aber nur als ganze Zahlen. Dennoch trauere ich der simplen Linie aus Version 5.5 nach, mit der ein Bild viel fixer ausgerichtet war, da man diese Linie direkt über eine waagerechte Linie im Bild legen und so unschlagbar genau arbeiten konnte. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?!

Leider kann man weder die Hilfslinien enger stellen (für ganz genaues Arbeiten unabdingbar), noch lässt sich das Fenster auf diese viel gebrauchte Funktion fest einstellen. Bei jedem neuen Bild muss erst wieder der Button „Horizontbegradigung“ angeklickt werden. Das ist ärgerlich vor allem dann, wenn man zunächst alle Bilder gerade stellen möchte.
Irritierend: Wenn der Horizont begradigt wurde bei gleichzeitiger Auswahl eines Ausschnittes, wird beim Abspielen auf der Timeline die Horizontbegradigung nicht dargestellt.

Viele Detailverbesserungen

Erfreulich: Die Funktionsfenster überlagern jetzt nicht mehr das Bildfenster, wie das noch bei Version 5.5 erheblich störte. Aber wo ist der Rahmen fürs Fernsehbild, der anzeigt, was bei der Wiedergabe über einen TV-Monitor vom Bild wegfällt? Und nach jeder Bildveränderung wird abgespeichert, was zwar die Sicherheit erhöht, aber natürlich viel Zeit kostet, selbst bei einem schnellen Rechner mit Doppelprozessor (in diesem Fall ein Turion 64 x 2). Speichern nach jeder fünften Änderung würde auch genügen, auch wenn die anfänglichen Abstürze dagegen sprechen: Nach dem Herauslöschen eines Fotos verabschiedet sich die Software bisweilen aus nicht reproduzierbaren Gründen, ohne einem wirklich die Chance zur Sicherung zu geben. Zwar erscheint eine derartige Abrage, aber wenn man nicht sekundenschnell reagiert, ist die Arbeit seit der letzten Sicherung futsch.

Bei Abstürzen in nagelneuen Programmen schaue ich gewohnheitsmäßig immer gleich nach, ob schon ein Update vorliegt. Tatsächlich: die Version 6.5.1.5. Um an das Update zu kommen, muss man die Software zunächst registrieren und dazu auch die Seriennummer eingeben.

Ob sie das Problem bereinigt? Immerhin wurde unser obiger Kritikpunkt schon umgesetzt: Der Rahmen für die TV-Bildgröße wird jetzt wieder in allen Bearbeitungsdialogen angezeigt, wenn man das einstellt. Aber wo? Die sehr umfangreiche Online-„Hilfe“ sagt uns zwar, dass es geht und was es sonst alles einzustellen gibt. Aber eben nicht, wo man die Funktion findet.

Mit der Option TV-Bild „öffnen Sie einen Editor, um verschiedene Anpassungen an die Besonderheiten des TV-Bildes vorzunehmen. Neben dem Interlace- und Anti-Flimmer-Filter gibt es die Möglichkeit, die Darstellung an die realen Maße des Fernsehbildes anzupassen. Ein spezieller Algorithmus sorgt dabei für ein optimales Verhältnis zwischen Bildgröße und Bildrändern (Anti-Cropping).“

Brennen schneller

Beim Brennen sorgt die Funktion Slideshow „für PC und Monitor“ dafür, dass alle Fotos in Originalauflösung mit auf die DVD gelangen. Auch komplette Projekte mit allen notwendigen Dateien lassen sich sichern, so dass man später eine Diaschau noch verändern kann.

Das Brennen geht dank eines neuen Brennalgorithmus erheblich schneller - auch auf Blu-ray Disc. Für eine 55-minütige Diaschau in sehr guter Qualität (Bitrate über 8.200 kBit/sec.) brauchte unser Rechner nicht einmal vier Stunden.

Neu ist die Möglichkeit, das Disc-Projekt als ISO-Image auf Festplatte zu speichern. Das ISO-Image ist ein standardisiertes Abbild einer CD/DVD. So kann die in erstellte DVD inkl. Menü dauerhaft auf Festplatte archiviert werden und jederzeit, sobald Interesse besteht, erneut auf DVD gebrannt werden. Das ISO-Image von Fotoshow und DVD-Menü lässt sich übrigens auch auf dem PC anschauen.

Hier sehen Sie das Fenster für die Absenkungsoptionen ...

... und so sieht das Ergebnis aus.

Sprachkommentare

Will man eine Fotoshow nicht nur mit Musik, sondern auch mit Kommentaren vertonen, so ist das in der neuen Version 6.5 erheblich einfacher. Zunächst wählt man, ob die gesamte Fotoshow vertont werden soll oder ob man nur Kommentare zu einzelnen Bildern aufzeichnen möchte – was direkt im Progamm möglich ist. In letzterem Fall wird die Standdauer des Bildes automatisch der Länge des Kommentars angepasst. Verschiebt man das Bild, wandert der Kommentar mit. Es ist aber möglich, ihn vom Bild zu trennen, um ihn einem anderen Foto zuzuordnen.

Die Stärke der Absenkung kann in drei Stufen (-6, -9 und -12 dB) eingestellt werden, ebenso die Zeit zwischen Musikabsenkung und Sprechereinsatz.

Ein kleiner „Schock“ muss aber erst überwunden werden: Musik muss in die untere Spur, da Sprachkommentare standardmäßig in die obere Tonspur eingefügt werden. Denn nur dort werden sie an das zugehörige Foto fest gekoppelt. Aber das ist schnell zu machen.

Löscht man eine Sprachaufnahme wieder, lässt sich die Lautstärkeabsenkung beim Musiktitel per Mausklick wieder zurücksetzen. Einfacher geht’s kaum.

Bei der professionellen Nachvertonung kann man sich die Hintergrundmusik mit dem Magix Soundtrack Maker zusammenstellen.

Sprecherkommentare werden durch Stereo- und Raumklangeffekte hörbar verbessert; Declicker und Dehisser helfen dabei Sprecherkommentare von Störgeräuschen, z. B. Klicken oder Rauschen zu befreien.

Kaum Wünsche offen

Fazit: Zwar werden bei der Installation immer noch ungefragt die Programme Druckcenter Goya burnR, das leistungsstarke Bildbearbeitungsprogramm Foto Clinc Version 6 und der Foto Manager aufgespielt. Aber immerhin lässt sich der Rest „benutzerdefiniert“ erledigen: Zwischen Vollinstallation (1,85 GB) und Minimalinstallation (853 MB) gibt es viele Möglichkeiten. Wer keine HD-Menüs braucht, auf die fünf Intros/Outros verzichten will oder seine Videos nicht automatisiert erzeugen lassen will (elf Movie Show Maker Styles brauchen 466 MB Speicherplatz), spart Platz auf der Festplatte.

Einsteigern hilft das Einführungsvideo. Mit F1 sowie den kontextbezogenen Texten über den Schaltfeldern bekommt man oft direkt Hilfe zum aktuellen Menüpunkt, und der Aufgabeassistent unterstützt den Anwender ebenfalls bei seinem Projekt.

Die automatische Lautstärkeabsenkung der Musik bei Spachkommentaren ist genial gelöst und dürfte die Zielgruppe für diese Software erheblich vergrößern. Ebenfalls neu: Fotoshows lassen sich in beliebige HTML-Webseiten als Flash-Video einbinden. Und animierte Internetgrafiken kann man als Deko-Elemente verwenden (animated GIF-Import). Beispiele kann man sich auf der Homepage von Magix (www.magix.de) anschauen.

Es macht einfach Spaß, mit Magix Fotos auf CD und DVD 6.5 zu arbeiten - die beste Verion, die es bislang gab.
Da bleiben kaum noch Wünsche offen. Vielleicht noch der: einzelne Fotoshows lassen sich im Endlosmodus abspielen, wenn das vor dem Brennen eingestellt wird, eine ganze DVD aber leider nicht - oder nur über Umwege. … Dieter Hurcks

Beispiele (Trailer) des Autors sind u.a. bei YouTube zu sehen unter http://www.youtube.com/user/telepeppi 

zurück