Philips-Lampe Wake-up Light HF3475/01 mit UKW-Radio hilft gegen die Winterdüsternis

Und immer wieder geht die Sonne auf

Angenehmes Wecken wie bei einem Sonnenaufgang - mit Musik vom Radio oder vom iPod. Fotos: Philips

Erfahrungsbericht:  veröffentlicht in der PDF-Ausgabe FE 42

Viele Menschen werden an den langen dunklen Wintertagen schwermütig und sehnen sich nach Sonne. Abhilfe verspricht die Firma Philips mit ihrem „Sonnenwecker“ namens Wake-up Light. FE-Autor Dieter Hurcks hat ihn wachend und schlafend getestet.

Es sieht aus wie ein Lampenschirm, dem der Sockel fehlt. Aber es soll etwas Besonderes können: nämlich vor allem in der dunklen Jahreszeit dem Menschen die Sonne ersetzen. Das „Wake-up Light“ weckt nämlich morgens mit einem immer heller werdenden Licht, dem zusätzlich ein Weckton – etwa Radio oder Vogelzwitschern – zugeschaltet werden kann. Dieser simulierte Sonnenaufgang aktiviert die Energiehormone und der Körper bereitet sich unterbewusst auf das Aufwachen vor. Das Sonnenradio lässt sich aber auch als ganz normale Lampe nutzen.

Lichtstärke einstellbar 
Die Lichtintensität kann man individuell einstellen (0 bis 20). Das ist auch wichtig, weil ja jeder eine andere Lichtempfindlichkeit hat. Dazu dient einer der drei Drehdrückregler an der Seite der Lampe. Die beiden anderen werden gebraucht, um diverse Einstellungen wie Uhrzeit stellen und „Wecker programmieren“ vorzunehmen sowie das UKW-Radio zu bedienen. Mit einem Hebel kann man den Wecker ein- und ausschalten sowie einen Testlauf in Gang setzen und beenden.

Radiobetrieb 
Das in der Werbung herausgestellte „digitale FM-Radio“ ist mit einer Drahtantenne ausgestattet und nicht besonders empfangsstark. Selbst der stärkste UKW-Sender wird an unserem kritischen Test-Standort nur bei optimaler Ausrichtung der Antenne rauschfrei empfangen. Stellt man einen anderen Sender ein, muss die Antenne wiederum neu ausgerichtet werden. Eine externe Antenne lässt sich nicht anschließen. Es gibt keinen Senderspeicher, aber immerhin einen Suchlauf. Stimmt man manuell ab, sollte man die Frequenz kennen oder muss Raste für Raste drehen und kurz warten. Denn während des Drehens am Abstimmrad ist nichts zu hören, so dass die Prozedur auf diese Weise sehr lange dauern würde. Der Klang ist leidlich, die Lautstärke zwischen 0 und 20 einstellbar.

Weckbetrieb 
Das Gerät besitzt einen Sleep Timer, der nach einer einstellbaren Zeitdauer abschaltet (15 Minuten bis zwei Stunden). Am Morgen soll nun alles anders und die Winterdunkelheit überlistet werden: Ist nämlich die eingestellte Weckzeit erreicht, geht im Schlafzimmer die Sonne auf. Schon eine halbe Stunde vor dem akustischen Wecken schaltet sich das Licht ein, dessen Intensität sich wie bei einem Sonnenaufgang innerhalb von 30 Minuten bis zum eingestellten Wert erhöht (maximal 20). Wer noch ein paar Minuten weiter dösen will, nutzt dazu die Schlummerfunktion (Snooze). Nach nicht änderbaren neun Minuten schaltet sich das Radio erneut ein. Auch das Radio nimmt Rücksicht auf den Schlafenden, denn es plärrt nicht gleich mit voller Lautstärke los, sondern erhöht innerhalb von 90 Sekunden die Lautstärke bis zum eingestellten Wert. Sehr angenehm!

Die Helligkeit der Display-Anzeige kann in vier Stufen geregelt werden. Wer sich nicht vom Radio wecken lassen will, hat dazu diese Alternativen: Vogelzwitschern, afrikanischer Dschungel, Glockenspiel im Wind, Piepton.

 

Oben: leicht zu bedienen ist der Lichtwecker von Philips. Fotos: urc
Rechts: Version mit Docking-Station für den iPod (Foto: Philips).

Schwacher Pufferakku 
Bei einem Preis von rund 150 Euro ist es unverständlich, dass die Lampe keinen Ein-/Ausschalter besitzt – es wird empfohlen, den Stecker zu ziehen! Dann jedoch gehen alle Einstellungen verloren, da die Lampe nur einen Pufferakku für wenige Minuten besitzt. So wird schon nach einem kurzen Stromausfall die eingestellte Weckzeit gelöscht, was die Brauchbarkeit als zuverlässiger Wecker erheblich einschränkt.

Die Lampe weist nur ein äußerst schwaches elektromagnetisches Feld auf, so dass sie etwa 40 cm vom Kopf des Schlafenden aufgestellt werden kann. Dieser Wert entspricht dem der meisten Radiowecker.

Eine Montage unter der Decke, um die Wake-up Lights als Deckenlampen einzusetzen, ist nicht möglich, da eine Fernbedienung nicht mitgeliefert wird. Obwohl eine Deckenmontage doch recht sinnig wäre, um den Effekt des Sonnenaufgangs noch besser simulieren zu können.


Lebensdauer 6.000 Stunden 
Ist der Leuchtkörper defekt, kann der Anwender ihn nicht selber austauschen, da sich die Lampe nicht öffnen lässt. Philips begründet das mit „Sicherheitsgründen“ und tröstet: „Aufgrund der langen Lebenszeit der Lampe des Wake-up Lights ist es unwahrscheinlich, dass Sie diese während der Nutzungsdauer des Geräts austauschen müssen. Wenn die Lampe nicht mehr funktioniert, wenden Sie sich bitte an das entsprechende Philips Service-Center in Ihrem Land.“ Laut Philips (unterschiedliche Angaben in Pressetext und Produkt-Information) beträgt die Lebensdauer einer Lampe etwa 6.000 bis 10.000 Stunden (sieben Jahre bei normaler Verwendung). Das Wake-up Light darf nicht über den normalen Hausmüll entsorgt werden.

Ende Oktober preisgesenkt!

 

Auf einen Blick

Getestet: Philips Wake-up Light HF3475/01, dimmbare Lampe mit UKW-Radio
Lichtintensität: 300 Lux

Stromversorgung: 230 V, Kabellänge 1,6 Meter
drei natürliche Wecktöne plus Piepton
Farbe: weiß
Preis: ca. 150 €, jetzt nur noch ca. 103 Euro (11/2009)

Das 2009 auf den Markt gekommene Modell Wake-up Light Music HF3490 besitzt zusätzlich eine Docking Station für iPod/iPhone und kostet ca. 190 € (UVP). Es bietet zusätzlich eine Dämmerungssimulation als Einschlafhilfe.

Homepage: www.philips.de

Stand: 9/2009

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