Wenige Bedienelemente: nur drei Dreh-Drück-Regler.

Uhrzeit: Neben Kanal- und weiteren Programminformationen kann man sich auf dem Schwarz-Weiß-Display auch die Uhrzeit anzeigen lassen. Die Uhrzeit wird mit den empfangenen Programmen übermittelt, sodass sie automatisch korrekt eingestellt ist. Foto: © TechniSat

 

Alles drin, alles dran: kompakt verpackt Foto: urc

Menü zum Einstellen der Senderreihenfolge.

Ein Assistent hilft beim Einstellen des Weckers.

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DigitRadio 50: Standfestes
Mono-Uhrenradio für DAB+

Leicht zu bedienen, passabler Klang, gute Verarbeitung

TechniSat hat sein DAB+ Produktportfolio mit dem DigitRadio 50 um ein kleines, standsicheres und leicht zu bedienendes Uhrenradio erweitert. Welche Figur das knapp 60 Euro preiswerte Gerät in unserem Test ansonsten machte, lesen Sie im folgenden Bericht.

Das DigitRadio 50 ist übrigens bereits das achte DAB+-Modell, das das deutsche Unternehmen der Unterhaltungselektronik in den Handel gebracht hat. Über einen Verstärker oder Kopfhörer offenbart das nach dem Prinzip „Drehen und Drücken“ zu bedienende, hochwertig wirkende Gerät im ansprechenden Design auch seine Stereo-Wiedergabefähigkeit.

Auspacken und los 
Nach dem Einstecken des Steckernetzteils in die Steckdose blinkt das Display und zeigt „Keine Zeiteinst.“. Schaltet man es durch Drücken des mittleren von drei leichtgängigen Drehknöpfen ein, beginnt das DigitRadio 50 mit der Arbeit. Das Gerät glänzt nach dem Einschalten mit einem rekordverdächtig schnellen Suchlauf auf DAB+. Innerhalb von knapp 30 Sekunden sind alle inzwischen schon 22 am Standort empfangbaren Sender gefunden. Diese lassen sich entweder alphabetisch oder nach Ensembles sortieren. Der Speicher hat Platz für jeweils zehn Favoritenstationen im Modus DAB+ und UKW. Natürlich kann der Suchlauf jederzeit manuell erneut gestartet werden. Hat man sich bei der Programmierung verhaspelt, ist die Werkseinstellung schnell wiederhergestellt.  

Kompaktes DAB+ Uhrenradio 
Das DigitRadio 50 ist eines der wenigen Uhrenradios auf dem Markt, das DAB+ empfängt. Dazu ist es auch noch in der Lage, UKW-Stationen wiederzugeben. Die Empfangsqualität ist im Modus DAB+ trotz einer einfachen 85 cm langen Wurfantenne erstaunlich gut - selbst in Innenräumen mit bekannt schlechten Konditionen.

Auch beim UKW-Empfängt hängt der „Kleine“ die meisten bislang getesteten Kombi-Empfänger ab. Allerdings ist die Antenne bei jedem Standortwechsel sorgfältig auszurichten, damit es nicht FM-typisch rauscht. Der Suchlauf bringt alle ortsüblich empfangbaren Stationen in guter Qualität zu Gehör. Sogar die Suchlaufempfindlichkeit lässt sich einstellen und wahlweise auf „alle“ stellen bzw. auf „kräftige Sender“ beschränken. Ein Sonderlob! Der Klang überzeugt bei Sprache, kann natürlich bei Bässen aufgrund der geringen Gerätegröße nicht glänzen. Stromverbrauch: 0,4 Watt im Stand-by-Betrieb, 1,2 Watt eingeschaltet bei mittlerer Lautstärke.  

Wecker und Sleeptimer 
Das Gerät verfügt über praktische Weck- und Sleeptimer-Funktionen. Der Sleeptimer schaltet das Radio, wählbar in 15-Minuten-Schritten, nach einer Viertel bis drei Viertel Stunden aus.  Dazu lassen sich zwei Weckzeiten programmieren, die sich mit wenigen Bedienschritten auswählen und aktivieren bzw. deaktivieren lassen. Die Schrift auf der Anzeige ist schön groß und kontraststark (Weiß auf Schwarz), so dass man sie auch im dämmerigen Schlafzimmer gut ablesen kann. Bei Sonnen ist allerdings die maximale Displayhelligkeit bisweilen nicht ausreichend.

Die Weckeraktivität lässt sich zeitlich begrenzen (15 bis 90 Minuten), so dass die Nachbarn nicht den ganzen Tag durch Wecktöne genervt werden, falls jemand vergessen hat, den Wecker abzustellen. Als Weckton kann entweder der Summer oder ein Radiosender (DAB bzw. UKW) eingestellt werden. Ein Drücken der Snooze-Tast sorgt für letzte fünf Minuten Ruhe, ehe es dann endgültig ans Aufstehen geht.

Fazit: Mit intuitiv nutzbaren Bedienelementen und einstellbarer Beleuchtungsstärke eignet sich der 400 g wiegende, sehr standfeste und kompakte Radiowecker (17,2 x 9,5 x 8,1 cm) perfekt für den Einsatz im Schlafzimmer. Die Bedienungsanleitung ist knapp, manchmal etwas zu kanpp, aber verständlich geschrieben. So wird weder die Zahl der Speicherplätze noch die der einstellbaren Wecker verraten - auch nicht in den Technischen Daten. Den Preis von 59,99 Euro ist das DigitRadio 50 dennoch allemal wert.

Sinkende Gerätepreise und eine wachsende Sendervielfalt dürften UKW bald ganz überflüssig machen. Dann werden auch die Privatsender nicht umhin kommen, auf den Digitalisierungszug aufzuspringen. Dieter Hurcks

© TechniSat 

Aus der Pressemitteilung von TechniSat:

DAB+ mit zahlreichen Vorteilen

Das im August 2011 eingeführte Digitalradio (DAB+) bietet eine nahezu bundesweit digitale Programmvielfalt, digitale Empfangsqualität ohne Rauschen und ist sowohl stationär als auch mobil empfangbar. Langwieriges Suchen und Einstellen der Sender gehört ebenfalls der Vergangenheit an. Praktische digitale Zusatzdienste wie Programminformationen, Audio-Angebote zum Nachhören, Bilder oder Verkehrsinformationen bereichern DAB+ Digitalradio zusätzlich. In einer nahezu vollständig digitalisierten Medien- und Kommunikationswelt scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis DAB+ den analogen UKW-Empfang ablöst. Das Digitalradio-Netz wird kontinuierlich erweitert und soll bis 2015 in Deutschland flächendeckend ausgebaut sein. Gut 80 Jahre nach der ersten analogen Radioübertragung ist Radio mit einer durchschnittlichen Nutzung von rund vier Stunden täglich zu einem täglichen Begleiter avanciert.

Weitere Informationen unter: www.digitradio.de

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