Das edle Gehäuse aus Holz macht schon was
her; die Bedienelemente sind logisch 
angeordnet und in Englisch beschriftet.
Unter dem Lautstärkeregler links befindet
sich die Kopfhörerbuchse.

Zubehör: mehrsprachige Bedienungsanleitung, 
Netzkabel (Trafo im Gerät), USB-Kabel und 
Fernbedienung.

Wenige Anschlüsse hinten: USB-Buchse für den 
Service, Netzbuchse, Line in - daneben das 
Basshorn.

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Testbericht Albrecht DR 316 C

Edles Radio für DAB+, Internetradio und UKW

An Sound- und Design-Liebhaber wendet sich Albrecht Audio mit dem im Oktober 2016 erschienenen Hybridradio DR 316 C. Das edle Holzgehäuse sieht nicht nur gut aus (wenn man das Design mag), es bietet dank Stereo-Lautsprechern und Basshorn sowie dem massigen Resonanzkörper auch einen beeindruckenden Sound. Dieser lässt sich mit dem Equalizer exakt dem individuellen Geschmack anpassen.

Das DR 316 C ist weitestgehend identisch mit dem bereits getesten DR 315 C.

Nach dem ersten Einschalten - das Netzteil ist übrigens ins Gehäuse integriert, was natürlich mit zu dem im Vergleich zu vielen der heute angebotenen Plastikkisten hohen Gewicht von ca. 2,6 kg beträgt - meldet sich der Einrichtungsassistent. Die meisten Vorgaben sind für hiesige Breiten schon fertig programmiert und brauchen nur bestätigt zu werden. Mit dem rechten, großen Drehregler lässt sich schnell durch die Menüs navigieren, durch Drücken werden ausgewählte Menüpunkte aktiviert bzw. Abfragen bestätigt. Das Farbdisplay ist kontrastreich und gut ablesbar, die Tasten sind groß und bestens zu treffen.

WLAN-Verbindung herstellen

Die in der Umgebung aktiven WLANs werden schnell gefunden. Ist das eigene Netz erkannt und angesteuert, muss nur noch die Verbindung hergestellt werden. Bei der Fritz-Box geht das einfach mit „WPS überspringen“, wonach nur noch die PIN einzugeben ist. Die fremden Netzwerke kann man im eigenen Netzwerkprofil löschen.

Bevor man beginnt, sollte man erst überprüfen, ob eventuell ein Software-Update per WLAN verfügbar ist. Das geht im Menü über die Systemeinstellungen. Dort lässt sich auch die regelmäßige automatische Überprüfung auf Updates einstellen. Upgrades dagegen lassen sich nur über einen USB-Stick einspielen. Beim Versuch ohne USB-Stick hängt sich das Gerät auf und zeigt im Display dauerhaft den Text „PC wizard …“. Da hilft nur: Stecker ziehen und neu starten. Diesmal wird das eigene Netz auf Anhieb gefunden, natürlich nur wenn es aktiv ist.

Hat man das Radio längere Zeit vom Netz getrennt, was ja auch bei einem Stromausfall passiert, dauert es ein wenig, bis man wieder „im Netz“ ist. Das Passwort braucht allerdings dann nicht erneut eingegeben zu werden. Ist das WLAN allerdings deaktiviert, versucht das Radio endlos eine Verbindung herzustellen. Hier hilft nur: Power-Taste drücken und gleich die Mode-Taste, um in eine netzunabhängige Betriebsart wie DAB+ zu wechseln.

Die Zeiteinstellung erfolgt im Webradiomodus automatisch über das Internet, während man im DAB- und FM-Modus die Zeit manuell einstellen muss. Diese Einstellung wird auch nicht gepuffert, so dass sie nach Netztrennung jedes Mal neu erfolgen muss. Stellt man jedoch bei den Einstellungen auf "Automatisches Update", wird die Zeit ohne eigenes Zutun aktualisiert.

Internet-Radio

Zurück zum Webradio-Empfang. Mit der Mode-Taste wechsle ich zum Webradio-Button. Ein Klick, und schon erscheint das Webradio-Menü. Bei der Senderliste für Deutschland erscheinen sehr viele neue Stationen mit einem Namen, der mit einer 1 beginnt. Durch diesen „Trick“ stehen diese Sender natürlich weit vorn, so dass man bis zum ersten gewohnten Namenssender wie z.B. Antenne Bayern ziemlich oft klicken bzw. viel kurbeln muss.

Hat man einen Sender gefunden, den man speichern möchte, braucht man nur auf der etwas klein geratenen Fernbedienung eine Zifferntaste für ein paar Sekunden drücken. Fertig! Jeweils zehn Speicherplätze stehen pro Modus zur Verfügung. Ansonsten funktioniert die Bedienung wie beim Schwestermodell (oder ist’s ein Bruder?), dem bereits vor einem Jahr getesteten schwarzglänzenden DR 315 C („Klavierlack-Optik“).

Das Ändern des Modus mit der Fernbedienung funktioniert nur, wenn man das Display im Auge hat, da sich für die einzelnen Betriebsarten dort keine separaten Tasten finden. Das sind neben DAB+, Webradio und UKW noch der Mediaplayer. Letzter heißt hier „Musicplayer“ und kann, wie der Name schon sagt, Musik abspielen, die sich auf Medien außerhalb des Radiogeräts befindet. Also etwa auf der Festplatte eines Computers im lokalen Netzwerk oder einem Smartphone. Dazu muss das jeweilige Medium natürlich freigegeben werden.

Um das Internetradio voll zu nutzen, empfiehlt sich die Anmeldung beim kooperierenden Provider Frontier Silicon. In diesem Radioportal kann man z. B. seine Favoritenliste organisieren und Internetradio über einen Computer hören. mehr

Music-Streaming

Mit dem Albrecht DR 316 C ist Musik-Streaming über mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet PCs möglich. Über eine DLNA-App (Digital Living Network Alliance) können folgende Formate auf dem Gerät wiedergegeben werden: MP3, WMA, WAV oder ACC. Via Universal Plug and Play (UPnP) kann das Hybridradio auch direkt mit dem PC verbunden werden. Der Computer gibt die Medien zur Wiedergabe frei, welche dann über die mitgelieferte Fernbedienung auf dem Display des DR 316 C ausgewählt und angehört werden können. Zudem werden auch Playlisten, Podcasts und LINUX Samba-Server bei der Musikwiedergabe unterstützt. Die WLAN-Verschlüsselung unterstützt die Standards WEP, WPA und WPA2. Neu ist die Möglichkeit, das Radio mit den Albrecht Multiroom Lautsprechern Max-Sound zu verbinden, um den Sound noch kraftvoller zu gestalten.

Tipps, wie man die Einstellungen richtig vornimmt, kann man sich etwa auf YouTube anschauen - https://youtu.be/GzJzAH7Ngdo - oder für seinen speziellen Abspieler über eine Suchmaschine wie Google unter den Stichworten „upnp server einrichten“ ermitteln.

Ich persönlich ziehe es vor, Musik von einem USB-Stick oder einer SD-Karte abzuspielen, die heutzutage wenig kosten und Tausende von Musiktiteln speichern können. So muss kein zweites Energie verbrauchendes zweites Gerät mitlaufen. Leider sind für USB- und SD-Zuspieler keine Anschlüsse am DR 316C vorgesehen.

Empfang von DAB+

Nach dem Einschalten des Radios beginnt im Modus DAB+ beginnt sofort der Suchlauf und findet rund 20 Stationen. Über das deutschsprachige Farbdisplay werden Informationen zu Musiktiteln, Interpreten und Textmeldungen des Senders dargestellt. Zudem können Bilder zum Wetter oder aktuelle Nachrichten mittels DAB Slideshow empfangen werden.

Der Empfang über DAB+ löst kontinuierlich das alte UKW-Signal ab. Die meisten Radiostationen und beliebtesten Programme sind mittlerweile deutlich besser über DAB+ zu empfangen, das bei guter Empfangslage rauschfrei zu hören ist.

UKW-Empfang und Wecker

Wo (noch) kein DAB+ empfangen werden kann, hilft das UKW-Radio mit RDS aus, das die Lokalsender gut hereinholt. Dank komfortabler Weckfunktion macht das Albrecht DR 316 C auch im Schlafzimmer eine gute Figur und empfiehlt sich hier als eleganter Radiowecker mit besten Audioqualitäten.

Das Digitalradio Albrecht DR 316 C ist im Fachhandel und über das Internet erhältlich. Der unverbindliche Verkaufspreis liegt bei 259,90 Euro. Das weiterhin erhältliche Modell Albrecht DR 315 C in edler Klavierlack-Optik wird für den gleichen UVP angeboten.

Dieter Hurcks, Oktober 2016

 

Auf einen Blick

Getestet: Albrecht DR 316 C
Stromverbrauch: DAB+ 2,3 W, Webradio 2,9 W, Stand-by 0,9 W
Preis (UVP): 259,90 Euro
mehr erfahren Sie im PDF-Infoblatt sowie im

Testbericht des nahezu identischen Radios DR 315 C

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