Rückseite mit USB-Anschluss. Die Anschlüsse sind schwierig zu erreichen.

Anzeige der Empfangsparameter im DAB-Modus.

ADas Farbdisplay während des UKW-Empfangs. 

Verschieben und Löschen im Favoriten-Menü. 

Anzeige während des Initialiserungsvorgangs. 

Wetterbericht fürs Sendegebiet (DAB-Modus). 

 

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Albrecht DR 333 mit DAB
und UKW im Praxistest

Die neue Digitalradio-Generation hat Touchscreen und Farbdisplay

War zu meiner Jugendzeit das vor allem die Kinder faszinierende grüne magische Auge die einzige variable optische Anzeige an einem Radioempfänger, so wartet die neueste Generation der Digital- und Internetradios immer häufiger mit farbigen, auf Berühung reagierenden TFT-Anzeigen auf. Wie das neue DAB/UKW-Radio DR 333 von Albrecht. Ein Erfahrungsbericht.

„Zeitgemäßes Design ergänzt mit modernen Features: Die neue Generation von Digitalradios eröffnet die ganze Vielfalt der digitalen Radiowelt. Das neue DR 333 von Albrecht glänzt mit Farbdisplay und Touchscreen – ganz zugeschnitten auf die Gewohnheiten der Smartphone-geübten Anwender von heute.“ So liest es sich in der Pressemitteilung, die mich neugierig hat werden lassen, dieses Gerät einmal näher unter die Lupe zu nehmen - auch wenn ich nicht im Besitz eines Smartphones, sondern nur eines Handys, immerhin mit Touchscreen, bin.

„Slideshow, farbige Bilddarstellung und eine Vielzahl von detaillierten Informationen machen das   Radiovergnügen komplett. Mit dem DR 330 bringt Albrecht außerdem ein weiteres Digitalradio mit attraktivem Design und vielen Zusatzfeatures auf den Markt.“ Zielgruppe sind also eindeutig jüngere Menschen. Das DR 333 gehört laut Anbieter zu den „neuen Gerätetypen, die sich in Hinsicht auf Design und Feature noch mehr an den Kommunikationsansprüchen und -gewohnheiten der modernen Hörerschaft orientieren.“

Mehr Informationen beim DAB-Empfang

Da junge Menschen, wie Umfragen ergeben haben, nur ganz selten ein normales Radiogerät zu Hause benutzen, muss sich die Industrie natürlich etwas einfallen lassen, um dieser Zielgruppe das Medium nahezubringen. Immerhin bietet ein Farbbildschirm die Möglichkeit, viel mehr Informationen optisch zu vermitteln, als etwa eine textorientierte RDS-Laufschrift.

 

Die Slideshow zeigt farbige Bilddarstellungen von Interpreten, Musikalben, Wetter oder Nachrichten an. „Das digitale Radiohören wird dadurch auch optisch noch attraktiver. Die Touchscreen-Oberfläche macht die Bedienung nochmals einfacher: Bereits ein leichter Druck auf den Bildschirm aktiviert die gewünschte Funktion – sofort und kinderleicht.“

 

Allerdings habe ich mit meinem anscheinend zu dicken Finger Mühe, die untere Reihe der sensitiven Schalter auf Anhieb zu treffen, da diese direkt an der Bildschirmkante liegen - für mich zu nah. Die Fülle der Informationen ist natürlich hilfreich, man ist ihnen aber auch hilflos ausgeliefert, da sich das Display nicht abschalten lässt. Selbst bei maximaler Dimmung ist mir manches Bild mit weißem Hintergrund einfach zu grell. Der NDR zum Beispiel hat das erkannt und liefert einen hellgrauen, angenehmen Hintergrund. Super: Man erfährt, wenn man Digitalradio hört, auch frühzeitig, welcher Titel als nächster gespielt wird.

 

Bedienung mit kleinen Haken

Das Gerät ist schnell in Betrieb genommen. Man muss nur hurtig auf die Schaltfläche SETUP drücken und die Sprache sowie das Zeitformat (12 oder 24 Stunden) auswählen. Schlägt man die Anleitung auf, springt einen gleich ein Stopschild ins Auge. Auf der „Service-Information“ wird davor gewarnt, ein nicht (gleich) funktionierendes Gerät sofort zurückzuschicken, sondern erst eine der Hilfemöglichkeiten wie Support-Telefon, -Fax oder -Email in Anspruch zu nehmen. Das nennt man kundenfreundlich, wobei sicherlich negative Erfahrungen eine Rolle spielen.

 

Beim Test spielt das Gerät sofort nach dem Scannen der DAB-Frequenzen. Der Empfang klappt auch im Haus problemlos, selbst wenn an den bekannt schlechten Plätzen nur eines der vier Feldstärkeanzeigesegmente gelb aufleuchtet. Merkwürdig, dass z.B. Radio Bob weniger Feldstärke hat, als Enjoy, obwohl beide zum gleichen Sender-Paket (Bouquet) gehören.

Gut: Beim Scannen kann man auswählen, dass nur starke Stationen gefunden werden. Natürlich ist auch eine manuelle Suche möglich.

 

Höre ich einen Sender, sehe ich entweder das mitgesendete Bild, z.B. des Interpreten oder des Wetterberichts, oder, wenn ich aufs Display tippe, das verkleinerte Bild, den Sendernamen und unten zwei Zeilen mit verschiedenen Symbolen. Diese sind in der gut verständlichen und ausführlichen Anleitung erklärt, erschließen sich in der Mehrzahl sogar von selbst.

 

Je zehn Stationen lassen sich auf Knopfdruck bei UKW- sowie DAB-Empfang speichern und ebenso schnell wieder abrufen. Das ist sehr benutzerfreundlich, aber verbesserungsfähig, weil belegte Speicher ohne Rückfrage überschrieben werden. Es empfiehlt sich also, einen Notizzettel als Merkhilfe zu benutzen.

Zusätzlich können Sender als Favoriten gespeichert werden - ohne Warnung auch mehrfach. Unter „Favoriten bearbeiten“ findet sich nach Tippen auf eine Station ein Feld mit Auf-/Abtaste und Paierkorb zum Löschen. Nach zwei Tagen Trennung vom Netz waren die Speicher ebenfalls leer.

 

Während des Abspielens kann man durch Drücken der Sterntaste mit dem Pluszeichen einen neuen Favoriten in die Liste übernehmen. Mit dem einfachen Stern erreicht man wiederum die Favoritenliste.

Schaltet man aus dem Standby-Betrieb das Gerät ein, erklingt der zuletzt gehörte Sender. Das gilt auch, wenn man dann über das Hauptmenü in eine andere Betriebsart umschaltet, also etwa von DAB auf UKW.

 

52 Sekunden Warten nach dem Einschalten

Als lästig empfinde ich die Wartezeit nach dem Einschalten. Da wir über eine Steckdosenleiste mit Ausschalter abends alle Geräte vom Netz trennen, muss der DR 333 nach jedem erneuten Einschalten des Stroms wieder hochfahren. LOADING und INITIALIZING sowie das automatische Einschalten der Uhrzeit (wahlweise zu beziehen über DAB oder RDS) summieren sich zu gestoppten 52 Sekunden (bei DAB). Das Gerät braucht bei mittlerer Lautstärke gemessene 2,2 W und im Standby-Modus nur 0,6 Watt ohne und 0,8 Wat mit Anzeige der Uhr. Das Display wird nach einer einstellbaren Zeit ganz ausgeschaltet. Nach zwei Tagen vom Netz waren die gespeicherten Favoriten verschwunden.

 

Zusatzfunktionen

Die Funktion DRC macht laute Töne leiser und leise lauter, was das Hören in lauter Umgebung verbessern soll.

Sehr flexibel programmierbar ist der Wecker mit zwei Alarmzeiten. Man kann sich mit seinem Lieblingssender im DAB- oder UKW-Modus oder dem zuletzt gehörten Sender oder einem Summer wecken lassen. Die Schlummerzeit ist von einer bis 30 Minuten einstellbar, die Lautstärke von eins bis 16.

 

 

Schöner Rücken

Anschlussmöglichkeiten für die Stereoanlage, MP3-Player und Smartphones gehören genauso dazu wie diverse attraktive Features. Gepaart mit der digitalen Sendervielfalt und dem gewohnt störungsfreien und kristallklaren Klang wird das DR 333 zum perfekten Partner für anspruchsvolle Radiohörer, die in jeder Hinsicht mit der Zeit gehen wollen. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 149,90 €. Die Buchse mit der Beschriftung „USB Update“ wird in der Bedienungsanleitung nicht erwähnt.

 

 

Fazit: Sehr funktionell

Das Gerät hat einen guten Mono-Klang. Stereo über Kopfhörer. Die Folientastenfernbedienung im Scheckkartenformat ermöglicht die bequeme Steuerung vom Sessel aus. Falls man so weit gucken und dann noch das Display ablesen kann. Snooze und eine komfortable Alarmfunktion machen das Radio zum Radiowecker. Gut für Lichtempfindliche, dass sich das Display im Standby-Modus ganz ausschalten lässt, aber beim Radio hören anbleibt - immerhin ist dimmen möglich. Für einen guten Ton sorgt der eingebaute Equalizer. Geht gar nichts mehr, lässt sich das Gerät per Knopfdruck auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Dieter Hurcks (Nov. 2012)  

 

 

Weitere Informationen über die Geräte und die Bezugsmöglichkeiten erhalten Sie im Internet unter www.alan-electronics.de, per Mail über kontakt@alan-electronics.de oder unter Tel. +49 (0) 41 54/ 84 9-0.

 

 

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