Die (alte) Verpackung kündet von einem "Rekorder", die der Stick aber nicht mehr besitzt, wie auch schon im Katalog korrigiert worden ist.

Hier werden gewisse Grundeinstellungen vorgenommen.

Das Radiosender-Menü.

Oft wird direkt auf die Seite eines TV-Senders verlinkt...

oder auf die Homepage einer Radiostation.

Auszüge aus der Gebrauchsanleitung.

Gut für die Übersicht: Die Rubriken "Meine Favoriten" und "Chronik".

 

USB-Stick für Webradio und -TV 

11 Gramm leichter USB-Stick auvisio PX-3670-69 im Test

Über einen winzigen, ausklappbaren USB-Stick unterwegs aus einem Internetz-Angebot von weltweit rund 20.000 Radio- und 5000 Fernsehprogrammen empfangen - das verspricht der Pearl mit  dem im Weihnachtskatalog 2012 für nur 12,90 Euro angebotenen auvisio-Player mit der Bestellnummer PX-3670-69. Ob es wirklich mit „einfachem Anstöpseln“ getan ist, hat FE in der Praxis getestet. Eine schnelle (W)LAN-Verbindung ist natürlich Voraussetzung für einen ruckelfreien Empfang mit Hilfe dieser Software.

Im Internet-Katalog lesen wir: „Tausende von Radio- und Fernsehsendern sind im Internet kostenlos empfangbar, doch oftmals nur sehr schwer zu finden. Bist jetzt! Denn dieser pfiffige USB-Stick findet Ihr Unterhaltungsprogramm im Internet fast von selbst! Ohne Antenne, ohne Fernseher genießen Sie vielseitiges Entertainment in meist faszinierender Qualität. Ideal für zu Hause, auf Reisen oder im Büro.“

Nur Programm starten, keine Installation 

Also legen wir los, wie es die Anleitung vorgibt: „Einfach den Mediaplayer-Stick in einen freien USB-Port einstecken - fertig! Schon stehen Ihnen mehr als 20.000 Radio- und über 5.000 TV-Sender in zig Sprachen aus allen Regionen zur Verfügung. Ganz ohne zusätzliche Hard- oder Software! Das Programm wird automatisch vom Stick gestartet.

Die Bedienung Ihrer neuen Radio- und TV-Zentrale ist kinderleicht: Lassen Sie sich die Sender nach Land oder Genre sortiert anzeigen, fügen Sie Ihre Lieblingskanäle Ihrer Favoritenliste hinzu und legen Sie einen Standardsender fest, alles per Mausklick.“ Klingt gut. Aber ich bin skeptisch, weil bei Pearl schon mancher Schuss nach hinten losging. Nicht so bei diesem Test!

 

Die Praxis

Nach dem Einstöpseln möchte das auvidsio.exe gestartet werden, um die Software zu starten. Nach Auswahl der Sprache erscheint folgernder Text (original):

Sie können "Spielen den Inhalt direkt(Ihr Computer empfangt sofort Internet Radio oder TV streaming Media ohne Web Werbungen)" wählen, oder bitte wählen Sie "Hauptseite der Situation", um Hauptseite zu verbinden.
Spielen den Inhalt --- direkt Link zur Webseite

Sie können "Wetter" wählen, da wird das Wetter unter links auf Bildfläche gezeigt, oder bitte wählen Sie "Ohne Wettervorhersage".
Wetter --- Halten

 

Ich verstehe nur „Bahnhof“, da der Punkt „Ohne Wettervorhersage“ gar nicht zur Wahl steht. Egal: Speichern klicken und abwarten. Sekunden später erscheint ein Programmfenster (siehe Screenshot) und der Sender AnimeNfo Radio - the best Anime music (192Kbps) ist zu hören.

Geht also wirklich ganz schnell und einfach.

Nun kann man diverse Einstellungen vornehmen wie den Sender auswählen, der nach dem Programmstart gespielt wird, oder den Ort für die Wettervorhersage.

Toll: Unter „Chronik“ findet man schnell die Stationen wieder, die man bereits gehört hat, was bei dem riesigen Radiosenderangebot im Weg durchaus sinnvoll ist. Es gibt je eine Chronik für TV- und Radiosender. Bei der Sendersuche gebe ich „Deutschland“ ein und erziele damit nur zwei Treffer: Deutschlandfunk und „Treffpunkt Deutschland“ aus Argentinien.

 

Auswahllisten

Unter den „Global Top 10“, einer von mehreren Vorauswahllisten, finden sich auch zwei Sender mit vermutlich chinesischen Schriftzeichen. Unter 67 Genres gibt es auch eine Rubrik „Gefühlsmusik“. Was bei Übersetzungen ins Deutsche so manches Mal rauskommt, kann einen schon zum Schmunzeln bringen. Wichtig ist jedoch, dass man weiß, was gemeint ist.

Für Funkhörer gibt es auch eine Rubrik „Funkscanner“ mit allerdings nur sechs Einträgen aus USA und Australien. Immerhin lässt sich dort der Sprechfunk des „NSW Far South Coast Scan“ oder von „Bote's Mixer Board“ mithören, sofern dort mal gesprochen wird. Manchmal wird auch auf eine externe Internetseite umgeschaltet. Doch nicht immer ist auch etwas zu hören.

Geht man auf „Hilfe“, öffnet sich ein Fenster mit einer „Gebrauchsanleitung“, die von sprachlichen Fehlern nur so strotzt und bisweilen ganz unverständlich ist.

Ich möchte wissen, wie man denn nun eine Aufnahme startet, werde aber nicht so recht fündig. Kein Wunder: Die Aufnahmefunktion ist nicht mehr vorhanden, wie inzwischen auch im Web und im Katalog korrigiert worden ist. Nur auf der Verpackung steht es noch drauf.

Nach Beenden des Programms finde ich dieses nirgends wieder: kein Icon auf dem Desktop, kein Programmeintrag unter „Alle Programme“. Ist ja auch logisch, da keine Installation stattfindet und daher auch kein Eintrag in der Programmliste von Windows erfolgt.

Was also tun? Stick raus und wieder rein!? Geht. Besser, man öffnet den USB-Stick, der ja auch als Laufwerk angezeigt wird, und legt eine Verknüpfung auf den Desktop. Dann kann man ruckzuck das Programm erneut starten.

 

TV-Modus

Hier funktioniert unter „Sender auswählen“ die Sendersuche nicht. Es gibt jedoch andere Wege, um zum Erfolg zu kommen. So werden aus Deutschland immerhin 140 TV-Sender gefunden, unter „Verschiedenes“ gar 1422. Unter den deutschen Stationen sind alle wichtigen öffentlich-rechtlichen und Privatsender und sogar offene Kanäle. Gute Qualität. Bisweilen muss die Erlaubnis gegeben werden, Zusatzsoftware zu installieren. Hier entdecke ich völlig neue Angebote, die ich vom Satelliten-TV bisher nicht kannte. Auch auf die Mediatheken-Seiten kann man direkt zugreifen. Klasse! Jedoch funktionieren nicht alle der angebotenen Links. Manchmal erfolgt das Abspiel über ein kleines Programmfenster, manchmal wird die Webseite der TV-Station geöffnet.

 

Aufnehmen nicht möglich

Der Rekorder funktioniert nicht, wenn eine Station wie „GotRadio“, die sehr schönen Bluegrass sendet, den Stream, so wird es jedenfalls angezeigt, für Aufnahmen gesperrt hat. Doch erscheint diese Laufschrift bei allen Sendern, die ich gehört habe.

Anscheinend wurde die Aufnahmefunktion aus lizenzrechtlichen Gründen "amputiert". In der Online-Gebrauchsanweisung wird sie allerdings (siehe links) noch beschrieben.

Einen Aufnahmeknopf (Button) wie in der Anleitung dargestellt habe ich deshalb natürlich unter den 686 angezeigten Radios aus Deutschland von „100.5 Das Hitradio“ bis „Zappa Stream Radio“ folgerichtig auch nicht zu Gesicht bekommen. Ebenso wenig wie bei Saint FM von St. Helena oder den Fernsehstationen.

 

Fazit: Trotz der Mankos brauchbar

Leicht in Betrieb zu nehmen trotz sprachlicher Skurrilitäten, über die man eher schmunzeln kann. Schade, dass man das Programmfenster nicht vergrößern kann, was besonders die Programmauswahl übersichtlicher gestalten würde. Das Vergrößern klappt nur beim TV-Fenster, auch wenn dort manchmal das Bild senderseitig in der Größe begrenzt ist. Bei manchen Sendern kann man direkt aus dem Programm auf die Internetseite springen.
Ein Kopieren der Software sowie zweier weiterer Dateien und die Nutzung von der Festplatte aus funktioniert übrigens nicht.

Gesamturteil: Ganz nette Spielerei. Für die 12,90 Euro kann man ruhig zugreifen!  

      Auf einen Blick

Getestet unter Windows 7: auvisio USB-Stick 2.0 für Webradio und -TV

Ultrakompakter Internet-Media-Player

Zeigt Internet-TV und -Radio auf PC oder Notebook

Freier Empfang von über 20.000 Radio-Sendern (230 Regionen/65 Genres), über 5.000 TV-Sendern (180 Regionen/17 Genres/59 Sprachen)

Plug & Play: Direkt vom USB-Mediastick ohne Installation startklar

Keine zusätzliche Hard- und Software erforderlich

Anschluss am USB-Port (USB 2.0)

Für Windows XP ab SP2, Windows Vista, Windows 7

Minimale Systemvoraussetzungen: 2,0 GHz CPU, 512 MB RAM, 10 MB HDD, VGA 16 MB (1024x768)

Breitband-Internetzugang erforderlich (z.B. DSL): min. 1 Mbps für Radio, 2 Mbps für TV

Maße: 50 x 18 x 10 mm

gewogen: 11 g

deutsche Anleitung

Preis: 12,90 Euro, Best.-Nr. PX-3670-69

Infos: www.pearl.de/a-PX3670-1605.shtml

 Homepage

Stand: 19.11.2012