Schick und gut bedienbar.

 

Übersichtlich angeordnet sind die neun Tasten.

 

 

Gut ablesbares Display, große Schrift.

 

 

Rückseite: Unten rechts sehen wir der Schacht für den Akku.

 

 

 

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Test Pure One Mi Serie 2

DAB-Radio für unterwegs von Pure Digital

Es ist klein, leicht und kann netzunabhängig betrieben werden: Das Pure One Mi Series 2 mit UKW und DAB+ gehört wohl zu den handlichsten der modernen Digitalradio-Empfänger. Grund genug, es einmal im Radiohörer-Alltag genauer unter die Lupe zu nehmen und zu testen, was es mit den in der 14-seitigen deutschen Bedienungsanleitung angepriesenen „fantastischen Funktionen“ auf sich hat.

Bei einem Mobilgerät interessiert natürlich in hohem Maße der Stromverbauch. Dieser liegt mit gemessenen 1,1 Watt im Betrieb bei mittlerer Lautstärke und 0,4 Watt im Stand-by im unteren Bereich. Deshalb dürfte der Akku, der jedoch für viel Geld zusätzlich erworben werden muss, auch eine ganze Weile durchhalten. Kostet das Gerät runde 35 Euro, so hat man für den als besonders wirtschaftlich, praktisch und umweltfreundlich gepriesenen Stromtank „ChargePAK A1“ rund 28 Euro extra hinzublättern. Normale Akkus oder Batterien sind nicht verwendbar.

Annäherungsversuche 
Netzstecker einstecken und abwarten, was passiert: Wie üblich, ist zunächst die Sprache zu wählen. Anschließend startet „Autotune“. Nach diesem automatischen Suchlauf wird direkt, falls die 43 cm lange Teleskopantenne gut positioniert ist, der erste der gefundenen Sender gespielt. Die Anzahl variiert natürlich abhängig vom Standort. Im Raum Hannover sind immerhin schon 27 Stationen zu empfangen - inklusive der sechs Fußballsender 90elf.

Die Handhabung des Radios ist einfach. Das dank großer Schrift und hohem Kontrast gut ablesbare Display sowie neun Tasten auf der Vorderseite, rechts eine Mini-USB-Buchse für das Netzteil, darunter die 3,5 mm Klinken-Buchse für den Kopfhörer - das ist alles. Hinten unten: die Klappe zum Akkuschacht.

 

Radioempfang 
Mit der Taste „Source“ wählt man zwischen UKW und Digitalradio DAB/DAB+. Normales DAB ist im Bereich Hannover nicht mehr im Angebot. Nach dem Einschalten aus dem Standby-Modus heißt es kurz „Laedt“, aber wirklich sehr kurz. Dann erscheint der zuletzt gehörte Sender auf dem Display, darüber die Uhrzeit und der Schriftzug „Digital“. Links oben ist ein Lautsprechersymbol zu sehen und rechts oben die Signalstärkeanzeige, die an der Außenwand zwischen keinem und einem Balken schwankt. Trotzdem ist der eingestellte Sender tadellos zu empfangen.

Die Stationen werden mit Pfeil rechts/links umgeschaltet, mit „Select“ bestätigt. Das Umschalten geht ruckzuck. Lautstärebandbreite: 1 bis 16.

 

UKW-Empfang 
Umschalten auf UKW per „Source“-Taste. Der Suchlauf wird durch längeres Drücken einer Pfeiltaste gestartet und stoppt beim nächsten stärkeren, störungsfrei zu empfangenden Sender. Eine manuelle Senderwahl ist möglich. Der UKW-Empfang ist passabel, nur auf 92,1 MHz (NDR 2) klingt ein merkwürdiges Rauschen, Klackern und Klirren aus dem Lautsprecher, das wohl vom Notebook ausgesendet wird. Eineinhalb Meter entfernt ist es verschwunden, der Sender gut hörbar.

 

Stationsspeicher 
Wer öfter den Sender wechselt, wird sich über die zwei mal acht Speicherplätze für DAB und UKW freuen. Das Speichern der eingestellten Station geht ganz einfach: „Presets“ drücken und per Pfeiltasten den gewünschten Speicherplatz ansteuern, dann länger „Select“ drücken - fertig. Vor dem Überschreiben eines bereits belegten Speichers wird nicht gewarnt, auch nicht vor Doppelspeicherung. Allerdings erscheint nach Drücken der Presets-Taste immer der erste Speicher, sodass man durch Weiterblättern den nächsten freien Speicherplatz schnell findet.

 

Grundfunktionen 
Im DAB-Modus sollte man ab und zu einen „Autotune“ durchführen, um neue Sender zu finden und nicht mehr aktive zu eliminieren.

Per Menütaste gelangt man zu den Informationen, wobei sich per Pfeiltasten zwischen Sendername, Datum und Lauftext des Radiosenders wechseln lässt. Der Lauftext kann mit „Select“ angehalten und mit den Pfeiltasten gescrollt werden. Uhrzeitformat und Sprache lassen sich anpassen.

 

Die Support-Seite ist vielfach hilfreich, gibt anfangs aber auch Rätsel auf

Optionen 
Hat man sich bei den Einstellungen verheddert, lassen sich diese leicht wieder zurücksetzen, wobei allerdings auch die gespeicherten Stationen verloren gehen. Eine Softwareaktualisierung ist möglich. Informationen dazu gibt es im Internet unter http://support.pure.com/de/. Allerdings habe ich nach dem Klick auf den Link ONE Mi Series 2 (1)  einige Zeit gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass nicht auf eine neue Seite geschaltet wird, sondern sich lediglich oberhalb der Links etwas ändern: Dort erscheint nämlich ein neuer Link - in diesem Fall zu einem 76-seitigen PDF-Dokument von 12,6 MB Dateigröße.

Wer nun geglaubt hat, weitergehende Informationen zu erhalten, wird enttäuscht. Es handelt sich lediglich um das gedruckte Manual in anderer Form.

Immerhin erhält man auf der Service-Seite auch eine Anleitung zum Aktualisieren der Betriebssoftware eines Pure-Radios und viele weitere hilfreiche Tipps.

Dort ist auch das Folgende zu lesen: „Informieren Sie sich, wie Sie auf Ihrem Radio den Software-Update-Modus aufrufen, um das Gerät für das Update vorzubereiten. In der Bedienungsanleitung Ihres Produktes ist erläutert, wie Sie dieses Upgrade-Menü aufrufen.“

Ich habe im Manual gesucht, aber nichts dazu gefunden außer dem Hinweis auf die o.a. Supportseite. Hinweis: Falls es eine aktualisierte Software gibt, erscheint diese sicherlich wie bei den bei älteren Radios als exe-Datei auf der gleichen Seite wie der PDF-Link.

 

Fazit: Die in der Anleitung angepriesenen „fantastischen Funktionen“ habe ich nicht entdeckt. Aber die können ja dank Updatemöglichkeit noch kommen. Das ohne Akku sehr preisgünstige und nach meinem Geschmack formschöne Radio ist ein solider Empfänger für daheim und unterwegs, leicht zu bedienen und glänzt mit gutem Empfang auf UKW und sehr gutem im DAB-Bereich. Mit 250 g ist es sehr leicht, aus diesem Grund aber auch nicht besonders standfest. Der 2,5-Zoll-Lautsprecher ist für Sprache optimiert, gibt aber auch Musik passabel wieder. Lediglich die netzunabhängige Stromversorgung gibt zu denken. Wenn der Akku fast so viel kostet wie das Radio, könnte das für manchen Käufer ein Hemmnis darstellen. Immerhin: Das ChargePak wird im Radio aufgeladen, so dass ein separates Ladegerät nicht erforderlich ist, was einiges wett macht. Dieter Hurcks

 

Auf einen Blick

  • Getestet: Radioempfänger Pure One Mini Series 2

  • Empfangsbereiche: DAB+, UKW

  • Lauftext mit Track-Titel, Senderdaten und Nachrichten

  • Automatische Einstellung und Senderwahl nach Name

  • Buchse für Stereokopfhörer

  • Ausgangsleistung: 1 W RMS

  • Geringer Stromverbrauch im Standby-Betrieb; erfordert ein optionales ChargePAK A1 für mobilen Empfang, das mit dem serienmäßigen Steckernetzteil im Radio aufgeladen wird; lt. Pure bis zu 18 Stunden Betriebszeit möglich (Lithium-Ionen-Batterie, 3,7 V, 2100 mAh, 88 g)

  • Update mit neuen Funktionen u.s.w.über USB, sofern vorhanden

  • 16 Speicherplätze (8 digitale, 8 UKW)

  • Maße/Gewicht: 155 mm Breite x 100 mm Höhe x 38 mm Tiefe; 250 Gramm (ohne Akku)

  • Farben: Weiß und Schwarz

  • Info: www.pure.com/de/

  • Technische Daten: www.pure.com/de/product/one-mi-series-2-vl-61801/#Specifications

  • Preis: ab ca. 38 bis 59 Euro

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